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12.09.2020: Marathon du Médoc

Infos und Berichte

12.09.2020: Marathon du Médoc

Beitragvon Hübi » 01.09.2019, 18:04

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Beitragvon Hübi » 06.09.2019, 08:27

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Zur Einstimmung 2020!

Beitragvon Hübi » 07.09.2019, 16:41

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Hier ein Beitrag von Christian: 12.09.2015: Médoc-Marathon

peiler hat geschrieben: :winkie: Kleiner Bericht vom Ereignis:

Zu einem Landschaftslauf gehört der Regen manchmal dazu, selbst in dieser
sonnenverwöhnten Gegend an der Gironde, nordwestlich von Bordeaux gelegen, einem der bekannteren Weinanbaugebiete Frankreichs - dem Médoc.
Hier gehen die welligen Flächen voller Cabernet-Sauvignon- und Merlot-Reben nahtlos ineinander über, ragen blitzweiße, mit filigranen Türmchen und Schornsteinen garnierte Schlösschen aus dem dunklen Grün des Weinlaubs hervor. Eine wunderschöne Kulisse für einen Marathonlauf. So weit das Auge reicht, ordentlich gestutzte, knorrige Rebstöcke, an denen sich die rötlich-blauen Trauben mehr oder weniger dicht drängen.
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Pauillac ist das Zentrum dieser Region und auch das Zentrum mit Start und Ziel der Marathonstrecke, die in einer weit auseinander gezogenen Doppelschleife durch unzählige dieser Châteaus - unzählige? nein, auch wenn der Weinkonsum irgendwann sanft eine Nebelwand vor alles Empfinden zieht; bei dieser 31. Ausgabe des 'Marathon des Châteaux du Médoc' haben 19 Weingüter ihre Pforten und Weinkeller geöffnet - hindurch führt.

Wir Läufer drängen uns zunächst in der Flanierstraße von Pauillac, unweit des Ufers der Gironde, vor der Startlinie, belächeln oder bewundern gegenseitig die mehr oder weniger phantasievolle Kostümierung jedes Einzelnen, denn hier geht es ja nicht um sportliche Erfolge oder Bestzeiten. Der Spaß steht im Vordergrund und niemand sollte diesen Marathon wirklich als Wettkampf ernst nehmen, auch wenn die Streckenlänge natürlich nicht von den obligatorischen 42,195 km abweicht.
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Der Start erfolgt dann auch eher gemächlich, es gibt keine Startblöcke, in die man sich einordnen könnte, aber wer es doch etwas sportlicher sieht, sollte früh am Start stehen. Gemütlich geht es dann auf die Strecke und das kleine Städtchen endet ohne Übergang. Schnell geht es hinaus in die Weinfelder.
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Nach knapp mehr als einem Kilometer gibt es bereits die erste Pause im Läuferstau vor dem Tor des ersten Weinguts an der Strecke. Für eine Verkostung ist es mir hier aber definitiv noch zu früh, doch andere Läufer sehen das anders, greifen zu den angebotenen Probierbechern oder zum Knabbergebäck und dies setzt sich dann beinah über die gesamte Strecke so fort. An den ersten Gütern mit noch starkem Gedränge, denn so ein schmaler Gutshof bietet einfach zu wenig Raum für mehrere hundert Läufer pro Minute. Selbst wenn ich einfach nur vorbei- bzw. hindurchlaufen möchte, bleibe unweigerlich erst einmal stecken. Das eher träge Feld zieht sich aber auch hier auseinander, was das Laufen später wieder flüssiger werden lässt und die Schlösser und Güter sind oft mit mehr als einem Kilometer Abstand verteilt. Nadelöhren gleichen sie aber alle.
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Laufen? Ja, natürlich wird auch gelaufen. Das Zeitlimit liegt sogar, gemessen an den Rahmenbedingungen, bei recht engen sechseinhalb Stunden und ein Team von Läufern mit kaum übersehbaren Besen in Händen schiebt den hinteren Teil des Feldes dann unerbittlich vor sich her, bzw. nimmt Teilnehmer, die sich von ihnen überholen lassen (also definitiv zu langsam sind), aus dem Rennen. 400 der um die 8200 gestarteten Spaßvögel bleiben so ‚auf der Strecke‘ und verlieren damit auch den Anspruch auf eine Medaille und die obligatorische Rotweinflasche im Ziel. 7716 Finisher aber werden später gelistet und mit meinen 5 Stunden 02 Minuten bleibe ich noch weit im ersten Drittel der Ergebnisliste.
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Erst nach etwa elf Kilometern wage ich auch einmal einen Schluck von dem im dortigen Château Phélan-Ségur angebotenen 2008er "Saint-Estèphe", einem leicht herben Rotwein. Lecker! Aber ich merke auch schnell, dass etwa 13 Vol% Alkohol sich recht schnell im Körper verteilen können. Also sacken lassen.
An diesem Château wird der Wein sogar stilvoll in Gläsern und nicht wie bisher in Plastikbechern serviert, was einen etwas höheren logistischen Aufwand bedeutet, denn die Gläser müssen sorgsam eingesammelt und schnell gewaschen werden, damit sie für möglichst Viele zur Verfügung stehen. Nur ganze zwei der Châteaus an der Strecke erlauben sich diesen Luxus.
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Weiterlaufen, immer umgeben von lustig schrägen Vögeln. Viele Teilnehmer kostümieren sich nicht nur, sondern laufen mit Freunden, Vereinen, Familie einheitlich verkleidet in kleineren Gruppen, manchmal mit einem improvisierten Themenwagen, der von mehreren Läufern über den Parcours geschoben wird, ähnlich einem überdimensionierten Baby-Jogger – als römischer Streitwagen oder als frivoles Moulin Rouge beispielsweise, von denen ich im Laufe des Tages gleich zwei verschiedene Varianten überhole.
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Kurzfristig kann so ein Wagen mit Begleitung auch ein Hindernis auf den nicht immer sehr breiten Wegen darstellen. Vom Regen der vergangenen Nacht her ist der lehmige Boden schon gut gesättigt, teilweise stehen die Rebstöcke sogar im Wasser.
Die Laufstrecke führt zwar hauptsächlich über geschotterte Wirtschaftswege
oder asphaltierte Nebenstraßen, so dass die Füße zunächst trocken bleiben.
Nur kurze Abschnitte verlaufen auch über aufgeweichte Wiesen und schlammige
Pfade, die unter dem Druck von vielen Läufersohlen aber nicht eben trockener werden. Sprunghaftes Ausweichen um schlammige Pfützen herum ist manchmal die Folge.
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Auch die Sonne hilft nicht lange beim Trocknen, denn leider hat sich im Verlauf der ersten 15 Kilometer der Himmel doch wieder durchgängig bewölkt. Die geringe Hoffnung, dass es von oben trocken bleiben könnte, nachdem kurz vor dem Start die Sonne doch noch ein Einsehen und die Kraft hatte, den Regen der Nacht und des frühen Morgens vorübergehend zu vertreiben, zerschlägt sich leider bald. Nach etwa der Hälfte der Strecke (für mich etwa 2 1/2 Stunden Laufzeit) beginnt es wieder leicht zu tröpfeln und geht bald von einem Schauer in den nächsten über.
Angenehm bleibt die Lufttemperatur trotzdem; vielleicht um die 20 Grad. Zum
Laufen richtig gute Bedingungen. Auch wenn die dünne Laufkleidung bald auf der Haut klebt und die beißbare Streckenverpflegung (Bananenstücke, Kekse, Chips) an manchen Orten bald klietschig wird. Durch Zelte überdacht sind hauptsächlich die in den Châteaus Wein ausschenkenden Helfer und –innen.
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Es ist dies eine Marathonstrecke der kurzen Geraden, könnte man sagen. Auch wenn die Rebstöcke oftmals über hunderte von Metern in einer geraden Linie stehen, so sind die Wirtschaftswege, die einzelne Lagen miteinander verbinden, oft eher winklig angeordnet und die Höfe durch die gelaufen wird, liegen in der Regel auch nicht direkt an einer Straße. So sind Richtungswechsel sehr häufig, was die Strecke gegenüber einem Großstadtmarathon mit manchmal kilometerlangen Straßenzügen zusätzlich auflockert.
Ein längerer Streckenabschnitt von etwa fünf Kilometern, der direkt an der Gironde entlang zurück in Richtung Pauillac führt, dient dann eher der Entspannung, denn hier gibt es nichts außer glatter Straße parallel zum Flussufer.

An den Verpflegungsstellen bzw. in den Châteaus steht abseits der Weintische Wasser und meist auch Salziges in Form von Kartoffelchips und anderem Knabberkram, manchmal aber auch Kuchen und Obst zur Verfügung. Mundgerechte Orangen- und Apfelstücke, seltener Bananen, jedoch immer eine gute Auswahl. Zum Ende des Laufs hin dann die wirklichen Exoten: Austern bei Kilometer 38 und frisch gegrilltes Entrecôte bei Kilometer 39. Belegte Baguettes als Alternative oder Beilage, je nach inzwischen aufkommendem Hungergefühl. Einen Kilometer vor der Ziellinie dann noch Eis am Stil - wem jetzt noch nicht schlecht geworden ist...
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Die Verpflegung im Ziel ist dann noch etwas anders als bis dahin gewohnt, aber nicht außergewöhnlich. Trockenobst, frisches Obst, Leberwurstbrot und herrlich salzige Kartoffelchips. Und wer noch nicht genug Wein an der Strecke abbekommen hat, der kann sich den nach der Ziellinie neben der Finisher-Medaille ebenfalls erhaltenen Trinkbecher gleich damit füllen lassen.

Der Sieger übrigens, der das Rennen dann doch in beachtlichen 2 Stunden und 26 Minuten beendet hat, wird zur Belohnung (und da er ja keine Zeit für Weinproben hatte) im Ziel mit Wein aufgewogen.

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:wein: :pfeif: :wein: :pfeif: :wein: :pfeif:
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Re: 12.09.2020: Marathon du Médoc

Beitragvon Theo » 09.10.2019, 20:35

Medoc ruft :hallo: .... :wein:

In 2020 soll es der Medoc sein. Habe zur Marathonmesse mal geschaut und tendiere zu einer Buchung
über Schulz Sportreisen. So ist der Startplatz sicher, sofern man demnächst bucht. Was plant ihr so ?
Es werden verschiedene Varianten angeboten.

Mehr Infos unter https://www.schulz-sportreisen.de/Frank ... _1593.html
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Re: 12.09.2020: Marathon du Médoc

Beitragvon Theo » 05.12.2019, 22:03

:run: habe Medoc "eingeloggt" : :hallo:

https://www.schulz-sportreisen.de/Medoc ... _1593.html

10.9.-13.9. Hotel IBIS Center Bastide

Nun muss ich nur noch essen, laufen und saufen üben, erstes und letztes zu Weihnachten, den Rest danach ...
:wein: :torte: :tannenbaum: :run:
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