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Hotti

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Re: Hotti

Beitragvon Hotti » 07.04.2022, 22:50

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Welche Überlegungen sind wohl notwendig, dass Gleichgesinnte etwas machen, was im eigenen Kopf herumschwirrt und in die Tat umgesetzt werden soll? Eigentlich völlig klar, Vorschlag machen, um Zustimmung oder Änderungswünsche bitten, Termin, Uhrzeit unbedingt und schließlich Treffpunkt ausmachen. Ich hatte und habe stets Glück mit der kleinen, aber doch sehr konstanten Laufgruppe innerhalb von Hübis Lauftreff, die sich dienstags jeweils am Mommsenstadion und donnerstags an vorher ausgemachten Orten trifft, um auf völlig unterschiedlichen Laufstrecken im moderaten Tempo unterwegs zu sein.

Angefangen hat das mit der Corona-Pandemie, in der alle Läufer*innen zunächst ziemlich verunsichert waren, überhaupt gruppiert zu laufen. Es spielte sich alles ein und, soweit ich weiß, gab es keinen einzigen Ansteckungsfall bei unseren Zusammenkünften und den gemeinsamen Läufen. Woran das wohl liegen mag? Ich bin sicher: Mit Verständnis und Rücksichtnahme, Beachtung aller Hygienemaßnahmen, Akzeptanz der Impfangebote und letztlich Einschränkung des privaten und beruflichen Umfangs der Kontakte. Lob hoch³. Heute ist vorstehendes Verhalten längst Allgemeingut. Wir können, nein, wir müssen damit leben.

Anreize. Der Vorschlag für heute war Stadtbesichtigung. 0h, kennen wir doch…ja, klar, doch etwas neu oder mit anderen Augen zu sehen oder Veränderungen zu entdecken, ist auf jeden Fall spannender, als ständig Kreuzworträtsel oder Sudoku zu lösen. Die überzeugendste Unterstützung für den Vorschlag kam von unserem Hefezopf-mit-Mandeln-Bäcker namens Rainer. Also Leute, der kann nicht nur gut laufen, noch besser, richtig gut backen und er versprach dazu Kaffee, auf Wunsch mit Milch. Wer denkt, bevor „die Arbeit“ getan ist, liegt falsch. Um das Angepriesene zu erhalten, muss gelaufen werden, demnach „verdient“ werden. Vieles überzeugte, am Lauf teilzunehmen. Erstens, die Strecke, zweitens das neu erlebte Stadtbild, unterwegs das zufällige, unverhoffte Treffen zweier Läufer`in, nämlich Hans Weippert und IKI, die übrigens ein ganzes Stück mit uns gelaufen ist, schließlich die herausragende gute Stimmung. Es gab keinen einzigen Moment, wo nicht geplappert, diskutiert, hingewiesen wurde.

Nun aber zur Streckenbeschreibung. Start am Schloss Charlottenburg. Albrecht von Preußen, ein Kronprinz, der nie zu majestätischen Ehren kam, aber eine interessante Personalie ist, thront mit seiner Statue in der Schlossstraße genau vis-à-vis vom Hauptportal des Schlosses mit Blickrichtung auf den Großen Kurfürsten hoch zu Ross auf dem Vorplatz. Genau dort trafen wir uns. Ich muss alle erwähnen: Hildegard, Kristina, Marion8, Marita, Gert, Horst, Rainer. Also gleich rüber über den Spandauer Damm zum Barock-Schloss, laufen am Langhansbau (Ostflügel) vorbei, um gleich mit der Spree Kontakt aufzunehmen, denn die Tour ist Spree geprägt. Vielmehr folgen wir dem für Berlin wichtigen Fluss in seinen Windungen von Charlottenburg bis Tiergarten/Mitte. Das ist möglich, jedoch an einigen Stellen behindert durch Wegearbeiten. Macht aber nichts. Immer längs des Wassers, unter, über Brücken, nach Moabit. Und spätestens hier beginnt das eigentliche Aha-Erlebnis.

Was in 20 – 30 Jahren bzw. seit der Wende hier alles erbaut, verändert oder instandgesetzt wurde, ist beeindruckend. Eine Besichtigungstour per Fahrrad oder auch gesellig als Wanderung ist empfehlenswert. Es sind vom Schloss bis zum Hauptbahnhof oder bis zum Reichstag/ Bundeskanzleramt etwa 7 km. Im Regierungsviertel angekommen, wird die Architektur von Charlotte Frank und Axel Schultes (2001 in Gemeinschaft) mit ihrem herausragenden Bau des Bundeskanzleramtes sichtbar, das dominierend auf die gesamte Palette aller umliegenden Bauten einschließlich des grandiosen Hauptbahnhofs (Architekt Meinhard von Gerkan, 2006) wirkt.

Wir wechseln die Flussseite am Bahnhof über den Steg, der als Fußgängerbrücke allen Berlin-Marathon-Teilnehmer*innen bekannt sein dürfte, wenn sie mit der S-Bahn am HBf. ankommen, denn sie führt in den Startbereich. Damit haben wir heute natürlich nichts im Sinn. Erst Ende September. Der Weg am Wasser führt uns direkt unter der Brücke durch, die das Regierungschefgebäude mit dem möglicherweise bald bebauten Garten verbindet. Kurz dahinter ist das Haus der Kulturen erreicht, das als ehemalige Kongresshalle heute ganz anders genutzt wird, wie der Name schon sagt. Zur Linken ist der Tiergarten erreicht und geradewegs zur John-Foster-Dulles-Allee kommt uns der Sitz des Bundespräsidenten mit Schloss Bellevue in die Augen. Weil wir jetzt linksseitig der Spree in Fließrichtung laufen, müssen wir etlichen Weg-Instandsetzungsarbeiten ausweichen. Wir kommen wieder, wenn das fertig ist und die Umwege entfallen.

So verlassen wir die Spree und orientieren uns zum Landwehrkanal, an dem wir wunderbar auf dem Begleitweg laufen können. Nun ist langsam Land in Sicht. Zwei, drei km noch, dann dürfte es reichen. Und da wir einige Pausen eingelegt hatten und auch nicht gerade vor lauter Ehrgeiz darauf brannten, unbedingt in einem Zeitfenster zu bleiben, war es neben der unvermindert anhaltend guten Laune ein Lauf, der unbemerkt bei 14,66 km endete. Hätte ich nicht gedacht, denn 12 – 13 km waren vorhergesagt, gewiss, die Baustellen-Umwege. Ihr werdet mir verzeihen.

Horst

P.S. Dankminute jetzt für Rainer …….. und ein, zwei Fotos kommen noch, aber erst morgen, bin müde.
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Re: Hotti

Beitragvon Hotti » 08.04.2022, 22:17

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Re: Hotti

Beitragvon Hotti » 08.04.2022, 22:29

Ein paar Bemerkungen:

Wir sind zwar nicht durch die Mauer gelaufen, aber bei der Munterkeit unserer Gruppe hätten wir jede Barriere genommen. Das Foto vom Fluss zeigt Moabit in Bebauungsschönheit. Fehlt eigentlich gar nichts mehr, sogar die Kähne sind für uns extra hingestellt worden.
Nun mal ehrlich (und mit Zustimmung, bitte), kann Laufen am Vormittag schöner sein?

LG Horst
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Re: Hotti

Beitragvon Hotti » 14.04.2022, 22:39

Sieben auf einen Streich

Die Zahl sieben ( 7 ) kann ja für alles Mögliche stehen, und prompt kamen mir beim heutigen Lauf immer wieder Bilder oder besser Gedanken in den Sinn, die irgendwie eine Gemeinsamkeit haben.
Das tapfere Schneiderlein, natürlich. Insektenschützer müssten ihn verteufeln, brachte er doch mit seiner Klatsche gleich sieben harmlose, ihn umschwirrende Fliegen mit einem Schlag dazu, einfach tot zu sein. Ehe ich mich weiter über die Glorreichen Sieben, über den siebenten Himmel, das Buch mit sieben Siegeln auslasse oder gar über sieben Brücken gehe, lande ich abschließend noch wieder bei einem Märchen, nämlich bei Schneewittchen und den sieben Zwergen.

So zwergenhaft waren wir D-Läufer*innen nun wiederum nicht, denn D steht längst für viele erwähnte oder beschriebene Lauf-Tage. Das können sich alle ganz leicht merken: Dienstag, Donnerstag, Donnabend, schließlich Donntag. Dass ich Deiertage nicht ganz dazu zähle, liegt allein an mir, weil es außer Laufen immer noch Interessen gibt, die wichtig für mich sind ohne übertriebene Ambitionen zu haben. Das Wort moderat finde ich toll, alles in Maßen und nur, wenn es drauf ankommt, vielleicht auch manchmal (noch) die Sau rauslassen. Wunschdenken muss sein.

Sieben, wie glücklich, nix da von wegen Primzahl. Also heute, am Ende der Berliner Welt, 10 Meter vom Land Brandenburg entfernt, und zwar am Zipfel Kladow, kurz vor dem Abzweig nach Potsdam, gibt es noch das Reststück vom Gutshof Kladow (nicht zu verwechseln mit dem Neukladower „Schloss“ an der Havel), trafen wir uns. Allen voran Gert, unser Guide für derartige Gefilde im äußersten Südwesten Berlins und sechs Jüngerinnen und Jünger (weil wir doch bei Ostern sind). Er gab die Strecke vor und wieder einmal kam unbeabsichtigt Seltsames zustande (Abbildung siehe Routenplan, hintendran). Das Y kann durchaus als Positivum gewertet werden, denn Mist haben wir zur Zeit reichlich. Das nur nebenbei.

Von der kleinen Drosselstraße am Ende des Ritterfelddammes ging es los. Gleich ein kurzer Stopp an der Potsdamer Chaussee, denn der Autofluss Richtung Potsdam oder umgekehrt nach Berlin zwingt zu der Erkenntnis, dass wir keine Knautschzone besitzen, heißt warten. Ein Zubringer zur Seeburger Allee erlaubt uns freies Laufen ohne jeglichen Verkehr. Wir schlagen einen weiten Bogen in der Groß Glienicker Heide, um am gleichnamigen See (ohne Heide) den in Abschnitten vorhandenen und sehr schönen Uferweg zu benutzen. Leider gibt es hier eine teils ähnliche Situation wie am Griebnitzsee, wo Anwohner den ehemals vorhandenen Uferweg abgesperrt, die jeweiligen Grundstücke bis zum See abgeteilt haben und nun (bisher mit Erfolg) auf ihr Eigentumsrecht pochen. So, als wenn auch das Wasser Eigentum wäre, was allerdings nicht stimmt. Der Groß Glienicker See ist kein privater See, sondern gehört zur Hälfte der Stadt Berlin/Spandau und auf der Westseite dem Land Brandenburg. Der Rechtstreit kommt mittlerweile in die Jahre.

Wir laufen zumindest Ufer nah die Seepromenade und später die Uferpromenade auf der Kladower Seite entlang. Übrigens: Der See ist glasklar und es gibt eine sehr schöne Badestelle (Stadtatlas oder Google bemühen). Als wir den See umrundet hatten, mussten wir feststellen, dass gerade einmal knapp 10 km gelaufen waren. Das war ein bisschen knapp, denn Gert hatte 12 – 14 km versprochen. Daher gab es keine Gegenrede über den weiteren Verlauf in Richtung Ex-Flugplatz durch ein bereits vor Jahren für den Hauswohnungsbau (EFH) erschlossenes Gebiet, das noch längere Zeit braucht, ehe die noch spärliche Straßenbaumbepflanzung richtig sattes Grün zu bieten hat.

Schließlich machen wir die Kehre in Höhe der Siedlung Habichtswald und befinden uns alsbald auf dem erstklassigen Radweg neben der Potsdamer Chaussee. Einzig der unablässige Verkehrsradau nervt. Nicht mehr lange, schon erreichen wir die Kuckuckstraße, ein Knick und die „Drossel“ hat uns wieder. Na, bitte, 14 km. Sehr verdächtig: Etliche Pausen. Wir haben es sehr genossen, Wetter inklusive, denn das nötige Wasser von oben kam erst ab 15 Uhr, wo der Kaffee und die Leckerlis längst verdaut waren. Und weil wir Sieben gewesen sind, blieben wir bis zum Schluss unteilbar. Wie gesagt, Primzahl. Nur durch eins und sich selbst zu teilen, stand nicht zur Diskussion.

Alles Gute

Horst
Zuletzt geändert von Hotti am 14.04.2022, 22:58, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Hotti

Beitragvon Hotti » 14.04.2022, 22:57

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Re: Hotti

Beitragvon Hotti » 22.04.2022, 23:49

Unbeabsichtigte Pause

Der 21. April wäre es wert gewesen, wieder von A - Z zu berichten, die eine oder andere Zote zu verbreiten oder schlichtweg auf Dinge aufmerksam zu machen, die der Beachtung bedürfen, Informationen nicht zu vergessen. Allerdings treten mitunter Ereignisse auf, die sich weder vermeiden lassen, noch dass man sich derer entziehen kann. Ich rede vom Todesfall, natürlich nicht vom eigenen, obwohl…… lassen wir das. Jedenfalls gab es an jenem Tag für mich keinen Grund, sich freudigen Herzens unserem gemeinsamen Lauf-Vergnügen hinzugeben, vielmehr galt es innezuhalten, um einem Menschen, der mir vor langen Jahren einmal sehr nah stand, das letzte Geleit zu geben. Es war ein äußerst liebevoll gestalteter Abschied und der Ablauf der Trauerfeier bis zur Bestattung hatte Würde und zeigte, wie wichtig selbst die letzten Momente des Daseins sein sollten. Schön und traurig zugleich, zum Leben gehörend.

Das Leben geht weiter, und das ist auch gut so.

Horst
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Re: Hotti

Beitragvon Hotti » 27.04.2022, 23:23

Der nichtgelaufene Donnerstag

Eigentlich ist der Tag noch gar nicht dran, denn ich sitze einhändig am Laptop, und zwar bevor der Mittwoch zum Ende kommt. Und weil mich mein schlechtes Gewissen packt, noch gar nichts Unvernünftiges oder gar Unterhaltsames für das Läufervölkchen in den letzten Tagen aus der Schatulle gelassen zu haben, trifft mich letzten Endes die Qual, irgendetwas zu fabrizieren, was nur annähernd den Tintenstrahldruck wert ist. Mit tief durchdachter Überlegung ist bei mir momentan nichts zu machen, schließlich gibt es zahlreich herumliegende Papierhaufen, die alle nur daliegen, um sortiert zu werden oder gelesen, mit Vermerken versehen, zur Wiedervorlage bereitgehalten oder zum Aktionismus gedacht sind. Dabei gibt es allemal weit interessantere, ja, schönere Beschäftigungen. Also nix da von Beruf oder so, das war in meinem einzigen Leben mehr als 50 Jahre der Fall, aber nun, ja mei, in meinem weiteren Dasein kann ich`s mir leisten, das heftige Nichtstun, oder? Geht das? Ah, na, sagen wiederum die Bayern, und meinen gehorsamst das NEIN. Stimmt, geht wirklich nicht.

So hatte ich mir etwas einfallen lassen, weil ich einfach einmal von der Kreativität zu wirklich banalen Dingen wechseln wollte. Jawohl, Gartenarbeit ist genau der richtige Wochenend-Ansatz. Und es begab aber zu der Zeit, als die Sonne so wunderbar schien. Da war mir, als müsste ich äußerst dringend Pflanztöpfe aus dem Wintergartenleben befreien und raus auf die Terrasse schleppen. Endlich einmal eine Aufgabe, die mir frühlingsbehaftet sinnvoll erschien. Also, nichts wie ran. Weit kam ich nicht, denn es lauerte eine Tücke in Form einer an und für sich sehr sinnvoll und zweckmäßig hingestellten Palette, die mich flugs (das richtige Wort), dazu brachte, hängenzubleiben und in das bereitgestellte Pflanzbeet kopfüber stürzen zu lassen. Leider weise ich nicht mehr die behände frühere Reaktionsfähigkeit auf. Demnach kam, was kommen musste: Der Sturz. Sicher, es gibt Schlimmeres, der linke Arm war noch dran, aber eingeschränkt beweglich. Leider bin ich kein Held, der Schmerz tat ein Übriges.

Teppiche haben Gutes bei Unglücksfällen, man legt sich drauf und wartet bis die Sinne wieder klarer werden. So geschehen bis zum Zeitpunkt des Erreichens der Erste-Hilfe-Station gleich um die Ecke im Waldfriede (-Krhs.). Nach vier Stunden kam ich dran. Handknöchelbruch, igitt, es gibt doch Besseres. Die Medizinerin war perfekt. Bald hatte ich einen ansehnlichen Schienenverband, bekam einen „Freibrief“ mit einer wunderbaren Beschreibung des hinter dem Verband steckenden Unheils und die immer tröstenden Worte „Gute Besserung“. Das reichte aus, um per Fuß das traute Heim zu erreichen. Jetzt könnte ich sagen: Das war`s für 6 Wochen. Aber, Wunder gibt es immer wieder.

Nothilfe ist nicht gleichrangig mit echt fachärztlicher Begutachtung. Der fachfraulich angelegte Schienenverband wurde am nächsten Tag gnadenlos zerschnitten, nur, um nochmalig den „Zustand“ zu begutachten (MRT). Und siehe da, hurra, kein Bruch, nur eine brutale Distorsion, keine sechs Wochen, höchstens 2 – 3. Für mich wie Weihnachten Ende April. Und damit es nicht in Scherz ausartet, bin ich artig dran, den Abkling- und Heilungsfaktor zu unterstützen und - ja, ja, leider, leider - dem echten Laufen zu entsagen. Und welche Schmerzen das Nichtlaufen verursacht, muss ich der Hübi-Familie nicht noch brühwarm aufbereiten.

Meine Donnerstagsbegleiter*innen bitte ich um Nachsicht, wenn ich nur spaziergängermäßig „trainiert“ wieder zur Stelle bin. Ich geh jetzt hin und übe für`s Jodel-Diplom.

Horst
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Re: Hotti

Beitragvon Lauffreak » 28.04.2022, 08:02

Lieber Horst,
erst einmal gute Besserung :sonne:
Hier eine Erfahrung von mir:
Vor ca. 25 Jahren Sturz beim 25-km-Franzosenlauf.
Da direkt nach dem Start, habe ich den Lauf abgebrochen und bin mit dem Fahrrad nach Hause.
Nach 5 Stunden doch noch ins Krankenhaus Moabit. Wartezeit 5 Stunden.
Nach der Untersuchung: zertrümmertes Ellenbogengelenk.
1 Woche später Operation.
Da ich keine Schmerzmittel nahm, bin ich nachts das Treppenhaus rauf und runter gelaufen.
Wahrscheinlich war ich nach der selbst veranlassten Entlassung fitter als bei der Aufnahme.
Auch bin ich die nächsten 2 Wochen mit dem vollständig eingegipsten Arm laufen gegangen.
Entsprechend vorsichtig.
Also trau dich, gehe laufen, walken oder sonstigen Sport. Es schadet nicht, im Gegenteil.
LG Klaus
PS: ich hoffe, dass die Handwerker bis Mitte Mai fertig werden
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Hotti

Beitragvon Asphaltcowboy » 28.04.2022, 18:21

Lieber Horst,
erstmal gute Besserung.
Ich bin wie Lauffreak auch der Meinung das du so noch Laufen könntest. Es sein denn möchtest einen Rekord im Handstand laufen Aufstellen
Meine Freundin Silke ist vor Jahren auch mit einem Handgelenksbruch gelaufen. Klar, vorsichtig aber machbar. Sie hat sich nicht abhalten lassen. Besorg dir evtl ne Orthese, wenn du keine verschrieben bekommst, im Sannigeschäft.
Das wird…
Alles Gute Peter


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Re: Hotti

Beitragvon Hotti » 29.04.2022, 18:39

Antwort auf Genesungswünsche

Ihr Guten, um nicht zu sagen, Ihr Helden! Gegen euch bin ich einfach ein Weichei, dennoch mit der Aussicht, am 18.Juno oberhalb des Polarkreises in die Mitternachts-Schranken des dortigen MARATHONS zu steigen. Nach zweijähriger Verschiebung hat es nun doch noch geklappt mit allem Drum und Dran, einzig besteht noch ein Loch bei der Anfahrt nach Tromsö. Will man dorthin, einfach beim BER den nächstmöglichen Flieger kapern und zack, mit einigen Zwischenstopps, bist du in TOS (Tromsö). Aber bitte, nicht doch. So einfach kommt das bei mir nicht in die Tüte. Eine Reise, das ist nun einmal eine solche, sollte geplant und möglichst mit Erlebnissen verbunden sein, die festgehalten, meist notiert, um später den Urenkeln vorlesen zu können. Sprich, der Märchen-Opa mit dem Urlaub zum Erinnern. So auch in diesem Fall. Erst einmal ins auserwählte Land kommen.

Planen ist etwas sehr Schönes. Die Gedanken fließen, auch zu den Unternehmen, die einem das Er- und Überleben in Norwegen sichern. Flieger, Bahn, Schiff, Bus, Auto, Paddelboot (weil ja auch whale watching), kein Fahrrad, aber eben auch Laufen. Das alles fein abzustimmen, ist theoretisch möglich und keinesfalls sinnlos, wenn nur diese miesepetrigen A b e r nicht eingebaut sein würden.

Oslo, kein Problem, erreichen wir immer, schließlich lebt und arbeitet eine unserer zahlreichen Töchter dort seit nunmehr fünf Jahren und kennt sich recht gut (auch sprachlich) dort aus. Nun, ausgerechnet jetzt, kommt der Papa mit seinen zig Sonderwünschen für dies und das. So geht`s einfach nicht.

Dabei kommt mir die erlittene Pein zu Hilfe: Ich habe mehr Zeit, um mich mit den komplizierten Zusammenhängen des Anschluss-Reisens zu beschäftigen, weil ich einfach weniger laufe - obwohl, liebe Ratgeber, so ganz ohne auch wieder nicht. Immerhin: Vorsichtig, wie ein Igel bei der Nachwuchszeugung. Zufrieden?
Passt auf, nächste Woche ist noch Hübi-Pause, danach habt ihr mich wieder. Versprochen. Und die Form bis Juni, naja, Schmalspur. Ein absoluter Vorteil des Älterwerdens: Die Zeit is mer wurscht.

Horst
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