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09:30 Uhr, Dienstags: Bärbels - Lauftreff

Bewegung und Fitness

Re: 09:30 Uhr, Dienstags: Bärbels - Lauftreff

Beitragvon Hotti » 12.11.2020, 18:54

Nichts ist so alt………..

wie die Nachricht von gestern. Dabei ist gestern noch gar nicht vorbei – so scheint es, wenn die „Beitrags“datierungen im Forum genauer betrachtet werden. Eines wird dadurch jedoch ersichtlich: Mitteilungen, Stellungnahmen oder gar Berichte sind selten geworden, wenn überhaupt noch vorhanden. Dabei gibt es besonders in diesen Zeiten eine Unmenge von „Daheimsitzern“, die geradezu darauf warten, angesprochen zu werden. Oder liege ich mit meiner Annahme da völlig falsch? Jedenfalls bemerke ich, dass unsere ohnehin nicht allzu schreibfreudige Läufergemeinschaft dabei ist, sich im Mauseloch zu verkriechen. Was ist der Grund? Äääh - Corona - ist ja ernst zu nehmen, aber ach, kommt mir doch bezüglich der Laufaktivitäten nicht damit. Aerosole oder sonstige Bazillus-/Virusüberträger dürften (man beachten den Konjunktiv) im Grunewald, in Potsdams weitläufigen Gefilden, im Südosten rund um den Müggelsee, schließlich auch im Norden im Tegeler-, Hermsdorfer- und Frohnauer Forst und last but not least im sonstigen fantastico Umland kaum zu finden sein. Wie kann es da sein, dass sich an den 7 Lauftreff-Tagen pro Woche nur jeweils eine Handvoll Leute einfinden? Nun gut, der 2 m –Abstand verändert die Sichtweise, gebe ich zu. Dennoch ist eine Zweier-Laufgemeinschaft immer noch besser, als ernsthaft darauf zu hoffen, dass alsbald der in Aussicht gestellte Impfstoff bereitgestellt wird. Sich fit halten, alle Hygienemaßnahmen gewissenhaft einhalten und „engmaschige“ Kontakte unbedingt vermeiden (Familie ausgenommen). Das dürfte wohl die zurzeit einzige Möglichkeit sein, zahlenmäßig nicht in der täglichen Horrormeldung über die Tageserkrankungen enthalten zu sein.

Zurück zu uns als Laufenthusiasten: Bis vor einiger Zeit gab es den Donnerstaglauftreff. Der schlief vor Wochen ein. Gert Wildenhein und ich nehmen das nicht hin. Jetzt, wo ich wieder laufen darf (Achillessehne hatte genügend physiotherapeutische Streicheleinheiten), haben wir uns beide eine völlig neue Variante des Treffens und gemeinsamen Laufens ausgedacht. Unsere Verbindung ist die Wannsee-Kladow –Fähre. Abfahrt Wannsee jeweils zur vollen Stunde von 7 – 18 Uhr. Ab Kladow geht es immer zur 31. Minute los. Vor einer Woche war ich als Kladow-Besucher dran. Eine vielfältig neue Strecke, die Gert bereitstellte. Rund um den ehemaligen Flughafen, mit Fernsicht auf die (ausgemusterten) Bundeswehrkampfjägermaschinen, landschaftlich schön durch den Habichtswald und schließlich längs des Havelweges wieder bis zur Hafenpromenade. 13,45 km, ein Genuss. Genauso wie die Rückfahrt auf dem BVG-Dampfer.

Heute erfolgte Gerts Gegenbesuch in Wannsee. Pünktlich kurz vor 10 Uhr legte das kleine Schiffchen an. Die mitgeführten Taschen verstauten wir im geparkten Auto und los ging `s. Nikolassee, Rehwiese, oberhalb des Schlachtensees bis Krumme Lanke zur Hälfte und dann rückwärts entlang der Krone, am Wannseeweg vorbei und schwups im schlappen Schlussstück bis nach Sandwerder. Feierabend: Knappe 13 km. Kein Huckepack, jeder trabte für sich mit gehörigem Abstand, das Schiff wartete schon auf Gert. Auf mich die Dusche und das Frühstück ums halb eins. Nächste Woche geht es wieder anders herum; so kommen wir durch den Lockdown.

Kann man doch berichten, oder nicht?

Horst
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Re: 09:30 Uhr, Dienstags: Bärbels - Lauftreff

Beitragvon Hübi » 13.11.2020, 18:55

Hotti hat geschrieben:[...]
Kann man doch berichten, oder nicht?

Horst


Genau! :biggthumpup: :winkie:
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Re: 09:30 Uhr, Dienstags: Bärbels - Lauftreff

Beitragvon Marita » 18.11.2020, 13:33

Juchu, liebe Dienstagslaufgruppe.
Im Moment ist die Stiftung, Dank eurer Voten, auf Platz 23.
Sollten wir es wider Erwarten nicht schaffen, unter die ersten 40 Projekte zu kommen, dann ist eines klar :
AN EUCH LAG ES NICHT !!!
Die Resonanz von euch ist umwerfend.Danke!!!
Hier noch einmal der Link:
https://www.wbs-gruppe.de/herzensprojekte/voting/90
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Re: 09:30 Uhr, Dienstags: Bärbels - Lauftreff

Beitragvon Hotti » 24.11.2020, 17:59

Vorläufiges Laufen am Donnerstagvormittag

Es gibt sie noch, die wöchentlichen Mehrfachläufer*innen. Eigentlich kann jeder Wochentag ein läuferischer Bewegungstag sein. Muss aber nicht. Zwang bringt keine Lust. Heute, ein Dienstag, das Mommsenstadion kann äußerlich besichtigt und eine zugängliche Toilette besucht werden. Ansonsten geschlossen, mit Aussicht bis zum Jahresende, womöglich länger. Bis der Corona-Impfstoff alle erreicht hat, können wir Ostern und wärmeren Sonnenstrahlen entgegen gucken. Doch worauf warten, wenn wir doch laufen können - mit gehörigem Abstand, den ich heute ziemlich oft vermisst habe. Besserung geloben!

Zur Entlastung: So richtiges Pulk-Verhalten (dicht an dicht) kam allerdings nicht vor, auch weil zum Teil separat gelaufen wird. Die Schnellen (nur wenige Männer), die Ausdauernden (alle) und die Kampfwanderer (km</9Min!). Man war zusammen – auf Sicht, und das ist gut so. Heute 10, 12, 13 und sogar 16 km. Angekommen, trocken gewischt - Smalltalk, kaum noch - ab nachhause.

Zum Donnerstag: Er kommt in jeder Woche vor, aber nur einmal. Letzte Woche, die Älteren unter uns erinnern sich, war Seefahrt (Fähre) Wannsee – Kladow für mich dran, um an der Seepromenade Gert und – Überraschung – Marion zu treffen. Ja, wir liefen einen flott gemächlichen Trab in Richtung Sacrow, natürlich nicht auf dem schmalen Straßenstreifen, der Wald reicht nahezu bis in den Vorort von Potsdam. Dann durch den Park zur Heilandskirche. Eine Traumlage. So kommt mir in den Sinn: Wäre ich 50 Jahre jünger und stünde vor der Hochzeit mit meiner Auserwählten, wir kämen mit dem Ruderboot vom Berliner Ufer unterhalb des Schäferbergs und landeten am Steg der Kirche. Ludwig Persius, der Architekt, würde uns samt Pfarrer in Empfang nehmen, ins Haus führen und dann…. naja, Persius starb genau an seinem 42. Geburtstag (1845), schon lange her…Träume sind erlaubt.

Weiter ein bisschen entlang der verträumten Wege, diesmal linksseitig des Sacrower Sees, das Trinkwassergebiet für Potsdam. Davon ist nichts zu bemerken, der See liegt in Ruhe und Stille bis wir Kladow erreichten. Die Km summierten sich. Der Kladower Lauf-Ortsführer Gert zeigte uns stolz sein schmuckes Heim mit Blick über den Zaun. Was kümmert einen Corona, wenn man hier wohnt?! Das maskenpflichtige Einkaufszentrum ist 2 km entfernt. Kurz genug, um noch einen Abschluss- Stehkaffee mit Mohnschnecke zu vertilgen (Belohnung für über 16 km muss sein). Die Fähre brachte mich nach Wannsee. Marion bestieg ihr neu erworbenes Wohnmobil und Gert hat Daueraufenthaltsgenehmigung in Kladow.

Übermorgen, Donnerstagvormittag (26.11.), 10.00 Uhr, nicht vergessen, Dampferanlegestelle Wannsee, begrüße ich Gert und vielleicht ….jeder kann kommen. Wir laufen in Wannseer Gefilden. Auch sehr schön. Langeweile? Nicht vorgesehen!

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Re: 09:30 Uhr, Dienstags: Bärbels - Lauftreff

Beitragvon B B » 30.11.2020, 11:55

:tannenbaum: :kerze: :tannenbaum: :kerze: :tannenbaum: :kerze:
Liebe DienstagläuferInnen,
es weihnachtet. Der Tannenbaum ist wieder geschmückt ( nein, es war nicht Wolfgang!)
Bild
an der Zaunrunde/Ecke Alte Poststr.
Gemeinsam werden wir wohl in diesem Jahr nicht mehr vorbeilaufen :icon_cry: , aber zu zweit kann man sich daran erfreuen.
Ich wünsche euch eine schöne :kerze: Vorweihnachtszeit, bleibt gesund und gelassen, in Vorfreude auf eine bessere Zeit.
Lieben Gruß
B B
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Re: 09:30 Uhr, Dienstags: Bärbels - Lauftreff

Beitragvon Hotti » 30.11.2020, 18:16

Heute ist übermorgen (26.11.2020)

Auto abstellen. Spaziergang zum 500 m entfernten Anlegesteg, Ankunfts- und Zielort der Personen- und Fahrradfähre, mehr geht nicht, denn das Schiffchen ist knapp 25 m lang und keine 4 m breit. Die „Tempelhof“ ist ein schon bejahrtes Gefährt und war früher ein Ausflugsdampfer, wobei „Dampfer“ längst nicht mehr zutrifft. Dieselantrieb. Spätestens 2038 wohl auch Geschichte. Nun gut, ist wohl nach meiner Zeit.
Heute bin ich extra hier, um meinen Gegenbesuch aus Übersee (Kladow) zu empfangen. Zweierlaufzeit, denn niemand sonst – außer Gert und mir - war trotz Einladung erschienen. Also hatten wir das Laufglück des Tages für uns allein. Und wieder einmal: In Teilen noch nie gelaufene Flecken, Entdeckungspfade, Strandbad Wannsee. Früher stand am Eingangsportal immer ein Schild Lufttemperatur/Wassertemperatur mit darauf vermerkter Kreideschrift 23 °C/ 19°C oder ähnlich, auch im Herbst. In der Gruppe (früher) wurden kurz vorher Prognosen abgegeben, welche Gradzahlen zutreffen. Wer genau vorhersagte, bekam ein Freigetränk nach Schluss des Laufes. Heute ist alles anders. Und überhaupt, alles verändert sich, auch ohne Corona. Ja, ja, früher war alles besser, aber nur für die, die das wirklich glauben. Jedenfalls ist Schwanwerder noch immer die Insel, die sich lohnt abgelaufen zu werden, wenn auch nur auf dem Straßenasphaltrondell, denn anschließend beginnt der Havelhöhenweg, der bekanntlich bis nach Schildhorn führt. Ein anspruchsvoller Traumpfad. Gert und ich kürzten ab, sonst wären nämlich mehr als 25 km herausgekommen.

Verzicht bedeutet manchmal Schöneres. Der abklingende Herbst sorgt dafür. Auf Kreuz- und Querpfaden gelangten wir zum Auslauf des Schlachtensees, um über die kurze Straßenpassage zur Rehwiese zu gelangen, die wir auf der Südwestseite, und zwar im tiefen, leicht matschigen Tal fast im Touristen-Stil durchquerten. Kurz unter der Autobahn durch mit Sichtachse zum Nikolassee, der tatsächlich endlich entschlammt wurde und jetzt wieder als See kenntlich ist, denn die Verlandung stand nahe. Fies allein ist die lang ansteigende Treppe, um wieder in bewohntes Terrain zu kommen. Verziehen, nur noch ein km bis zum Bahnhof Wannsee, Abstieg in den Tunnelgang und Aufstieg zum Sandwerder. Das war`s. 13,45 km oder ein bisschen mehr. Coffee to go und `ne Schnecke als Belohnung. Das war der Donnerstag.

Jetzt etwas mit Seltenheitswert

Alle wissen, ich bin zum Halb- oder sagen wir besser leicht mehr als zum Viertelsachsen (0,2857142 Teil der Woche) mutiert „worden“. Leipzig fordert Aufmerksamkeit. Unser kleines Paradies ebendort, bekommt diese zwangsläufig, gerade in diesen Zeiten. So sind Haus, Garten, das gesamte Naturambiente ringsum geradezu (freiwillige) Verpflichtung. Berlin hat eben Wochenend-, Feiertags- und manchmal Ferienpause. Kein Havellauf, kein Hübi-Wohnzimmer. Das dürfte wohl das einzige sein, was Leibzsch nicht hat. Jetzt kommt`s: Wenn schon einmal hier, dann am WE (kennt ja jeder Berliner: „Pack die Badehose ein……… und dann nischt wie raus zum Wannsee“) ab zum Havellauf. Sonnabendvormittag 9 °° Uhr, Treffpunkt Flensburger Löwe, gleich neben dem Haus der Wannsee-Konferenz). Lange Zeit erschienen fast nur noch Wenige zum schönsten Landschaftslauf Berlins, aber just an diesem Wochenende trafen sich - mit Abstand, was denkt ihr sonst? - eine zweistellige Anzahl enthusiasmierter Fanläufer*innen. Häuptling Hübi erschien, wie fast immer. Und ausgerechnet ich, der Leipziger Abtrünnige, war (endlich) auch wieder einmal dabei. Zwar ist der anspruchsvolle HHL (Havellhügellauf mit 15 km) sonnabendvormittags immer die eigentliche Attraktion für die im vollen Saft Stehenden, doch diejenigen, die „nur“ 14 km mit Zielpunkt Glienicker Brücke und prompt zurück zum Löwen flach (ohne Hügel) laufen wollen, haben nicht weniger Freude.
Ich gehörte zu den „Diejenigen“, also Flachläufern, nur bei mir eben mit dem Attribut des Seltenerscheinens. Kein böser Wille, sondern immer der Priorität folgend, die sinnvoll erscheint und möglich ist. Für mich zum Merken: Berliner Wochenende haben von je her Reizvolles zu bieten, und jetzt, wo die Kultur flach liegt, wird eben flach gelaufen.

Horst

Soll doch der Dienstag kommen 01. Dezember 2020

Herbst, zur Wintersonnenwende bald ausgelaufen, nahtlos fügt sich die Adventszeit ein. Selbst da bleibt es nicht aus, sich zu bewegen, obwohl die herangekommene Zeit mit allem bereit steht, uns vom Laufen abzuhalten. Als da sind die unglaublichen Verführer*innen Stolle, Pfefferkuchen, Kekse, auch Marzipan, und, wenn`s denn sein muss, das eine oder andere Stück (hmm) Kuchen. Torte, nein Torte, lieber nicht. Vorgenommen: Diesmal keine zwei Kilo mehr bis zum Jahreswechsel. Hoffentlich erhalte ich mir meine Hüftgoldfreiheit. So kommt mir der Dienstag gerade recht. Mal schauen, was kommt……Fortsetzung folgt..

Horst
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