Re: TV-Tipps
von Myspirit » 17.08.2009, 16:54
Hallo,
am 22.08.2009 auf Arte um 10:00 Uhr
" Oscar Pistorius, ein behinderter Läufer, trainiert seit Jahren für seinen großen Traum: Er will bei den Olympischen Spielen starten - auf zwei Prothesen. Am Internationalen Sportgerichtshof hat er sich das Recht erstritten, in Peking laufen zu dürfen. Wird der Südafrikaner mit den Kunstbeinen nun Sportgeschichte schreiben?
Der 21-jährige Pistorius ist ein absoluter Ausnahmeathlet, einer der Grenzen überschreitet und Kontroversen provoziert. Über 20 Weltrekorde hat er im Behindertensport bereits gebrochen - meist seine eigenen. Bei den Paralympics gibt es keine Konkurrenten mehr für ihn. Sein Kampf für Olympia spaltet die Sportwelt. Pistorius wird vorgeworfen, dass seine Prothesen ihm einen unfairen Vorteil verschafften, weil sie länger seien als seine natürlichen Beine.
Letztes Jahr verbannte ihn der Internationale Leichtathletik-Verband aus allen Läufen gegen Nicht-Behinderte. Oscar Pistorius, der sich selbst gar nicht als behindert sieht, legte Widerspruch beim Internationalen Sportgerichtshof in Lausanne ein. Im Mai dieses Jahres dann die sensationelle Entscheidung: Wenn Oscar Pistorius die Qualifikationszeit schafft, darf er an den Olympischen Spielen in Peking teilnehmen - als erster beinamputierter Läufer der Welt.
ARTE hat Oscar Pistorius über ein Jahr lang mit der Kamera begleitet und zeigt seine Triumphe, aber auch seine Niederlagen, den Medienrummel um seine Person und die privaten Momente mit seiner Familie in Südafrika. Der Film dokumentiert, wie dieser ungewöhnliche Athlet dazu beiträgt, die Grenzen zwischen Sport für Behinderte und Nichtbehinderte zu verschieben."
und am 30.08.2009 auf Arte um 13:00 Uhr
" Der Marathon des Sables durch die marokkanische Sahara gilt als einer der härtesten Laufwettbewerbe der Welt, führt er doch in sechs Etappen 250 Kilometer durch tiefen Wüstensand und über hartes Geröll, und das bei Temperaturen von bis zu 50 Grad im Schatten. Die 850 Läufer aus aller Welt, die hier an den Start gehen, eint die Sehnsucht nach dem großen Läuferglück. Doch warum unterziehen sich Menschen freiwillig solchen Torturen?
In sechs Etappen führt der Marathon des Sables 250 Kilometer durch die marokkanische Sahara. Zu den wahnsinnigen Distanzen und den extremen Klimabedingungen, die die Teilnehmer des härtesten Ultralaufs der Welt erwarten, kommt hinzu, dass die Läufer ihre gesamte Ausrüstung, also Nahrung, Schlafsack und Pflichtgepäck, mit sich tragen müssen. Es grenzt an ein Wunder, dass der menschliche Körper dieser Belastung gewachsen ist.
Claudia Odekerken, Ingenieurin aus Aachen, hat sich über Monate auf den Marathon des Sables vorbereitet. Die Dokumentation begleitet sie beim winterlichen Training, bei der akribischen Auswahl ihres Materials und schließlich auf ihrer Reise in die Wüste, auf dem Weg zum Schmerz und ins Glück. Die Mischung aus Angst und Euphorie, die sich kurz vor dem Start im gesamten Läuferfeld ausbreitet, macht der Film aus nächster Nähe erfahrbar.
Während des Laufs verlässt er die reale Umgebung und begibt sich in die Innenwelt der Läufer. Hier in der Wüste, unter diesen extremen Bedingungen, können sie loslassen, sich fallenlassen, alles hinter sich lassen. Die Beine beginnen, von selbst zu laufen, und es kommen plötzlich Dinge zum Vorschein, die im Alltagsleben viel zu oft unterdrückt werden. Die Dokumentation berichtet von den Schmerzen der Ultraläufer, ihrem Zusammenhalt, ihren Niederlagen und ihren Siegen, doch vor allem vom Kampf mit sich selbst. Wer es ins Ziel schafft, ist in diesem Moment der glücklichste Mensch der Welt."
Gruß, Klaus