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Humor

Das Leben ist eine bunte Kiste!

Re: Bevor der Winter vorbei ist, ...

Beitragvon Tortellini » 13.02.2010, 19:58

chlorblase hat geschrieben:Endlich etwas Schnee

8. Dezember, 18.00 Uhr
Es hat angefangen zu schneien! Der erste Schnee in diesem Jahr! Meine Frau und ich haben unsere Cocktails genommen und stundenlang am Fenster gesessen und zugesehen, wie riesige, weiße Flocken vom Himmel herunter schweben. Es sah aus, wie im Märchen. So romantisch – wir fühlten uns wie frisch verheiratet. Ich liebe Schnee.

9. Dezember
Als wir wach wurden, hatte eine riesige wunderschöne Decke aus weißem Schnee jeden Zentimeter der Landschaft zugedeckt. Was für ein phantastischer Anblick. Kann es einen schöneren Platz auf der Welt geben? Hierher zu ziehen, war die beste Idee, die ich je in meinem Leben hatte. Habe zum ersten Mal seit Jahren wieder Schnee geschaufelt und fühlte mich wieder wie ein kleiner Junge. Habe die Einfahrt und den Bürgersteig frei geschaufelt. Heute Nachmittag kam der Schneepflug vorbei und hat den Bürgersteig und die Einfahrt wieder zugeschoben. Also holte ich die Schaufel wieder raus. Was für ein tolles Leben.

12. Dezember
Die Sonne hat unseren ganzen schönen Schnee geschmolzen. Was für eine Enttäuschung. Mein Nachbar sagt, dass ich mir keine Sorgen machen soll. Wir werden definitiv eine weiße Weihnacht haben. Kein Schnee zu Weihnachten wäre schrecklich. Bob sagt, dass wir bis zum Jahresende so viel Schnee haben werden, dass ich nie wieder Schnee sehen will. Ich glaube nicht, dass das möglich ist. Bob ist sehr nett. Ich bin froh, dass er unser Nachbar ist.

14. Dezember
Schnee. Wundervoller Schnee. 30 Zentimeter letzte Nacht. Die Temperatur ist auf –20° Grad gesunken. Die Kälte lässt alles glitzern. Der Wind nahm mir den Atem, aber ich habe mich beim Schaufeln aufgewärmt. Das ist das Leben! Der Schneepflug kam heute Nachmittag zurück und hat wieder alles zugeschoben. Mir war nicht klar, dass ich soviel würde schaufeln müssen. Aber so komme ich wieder in Form. Wünschte, ich würde nicht so viel Pusten und Schnaufen.

15. Dezember
60 Zentimeter Vorhersage. Habe meinen Kombi verscheuert und einen Jeep gekauft. Und Winterreifen für das Auto meiner Frau. Und zwei Extraschaufeln. Habe den Kühlschrank aufgefüllt. Meine Frau will einen Holzofen, falls der Strom ausfällt. Das ist lächerlich – schließlich sind wir hier nicht in Alaska.

16. Dezember
Eissturm heute morgen. Bin in der Einfahrt auf den Arsch gefallen, als ich Salz streuen wollte. Tut höllisch weh. Meine Frau hat eine Stunde gelacht. Das finde ich ziemlich grausam.

17. Dezember
Immer noch weit unter Null. Die Straßen sind zu vereist, um irgendwohin zu kommen. Der Strom war 5 Stunden weg. Musste mich in Decken wickeln, um nicht zu erfrieren. Kein Fernsehen. Nichts zu tun, als meine Frau anzustarren und zu versuchen, sie zu irritieren. Glaube, wir hätten einen Holzofen kaufen sollen, würde das aber nie zugeben. Ich hasse es, wenn sie recht hat. Ich hasse es, in meinem eigenen Wohnzimmer zu erfrieren.

20. Dezember
Der Strom ist wieder da, aber noch mal 40 Zentimeter von dem verdammten Zeug letzte Nacht! Noch mehr schaufeln. Hat den ganzen Tag gedauert. Der beschissene Schneepflug kam zweimal vorbei. Habe versucht, eines der Nachbarskinder zum Schaufeln zu überreden. Aber die sagen, sie hätten keine Zeit, weil sie Hockey spielen müssen. Ich glaube, die lügen. Wollte eine Schneefräse im Baumarkt kaufen. Die hatten keine mehr. Kriegen erst im März wieder welche rein. Ich glaube, dass die lügen. Bob sagt, dass ich schaufeln muss. Oder die Stadt macht es und schickt mir die Rechnung. Ich glaube, dass er lügt.

22. Dezember
Bob hatte recht mit weißer Weihnacht, weil heute noch mal 30 Zentimeter von dem weißen Zeug gefallen ist; und es ist so kalt, dass es bis August nicht schmelzen wird. Es hat 45 Minuten gedauert bis ich fertig angezogen war zum Schaufeln. Und dann musste ich pinkeln. Als ich mich schließlich ausgezogen, gepinkelt und wieder angezogen habe, war ich zu müde zum Schaufeln. Habe versucht, für den Rest des Winters Bob anzuheuern, der eine Schneefräse an seinem Lastwagen hat. Aber er sagt, dass er zu viel zu tun hat. Ich glaube, dass der Wichser lügt.

23. Dezember
Nur 10 Zentimeter Schnee heute. Und es hat sich auf 0° Grad erwärmt. Meine Frau wollte, dass ich heute das Haus dekoriere. Ist die bekloppt? Ich habe keine Zeit. Ich muss SCHAUFELN. Warum hat sie es mir nicht schon vor einem Monat gesagt? Sie sagt, sie hat. Aber ich glaube, sie lügt.

24. Dezember
20 Zentimeter. Der Schnee ist vom Schneepflug so fest zusammen geschoben, dass ich die Schaufel abgebrochen habe. Dachte, ich kriege einen Herzanfall. Falls ich jemals den Arsch kriege, der den Schneepflug fährt, ziehe ich ihn an seinen Eiern durch den Schnee. Ich weiß genau, dass er sich hinter der Ecke versteckt und wartet, bis ich mit dem Schaufeln fertig bin. Und dann kommt er mit 150 km/h die Straße runter gerast und wirft tonnenweise Schnee auf die Stelle, wo ich gerade war.
Heute Nacht wollte meine Frau mit mir Weihnachtslieder singen und Geschenke auspacken, aber ich hatte keine Zeit. Musste nach dem Schneepflug Ausschau halten.

25. Dezember
Fröhliche Weihnachten. 60 Zentimeter mehr von der weißen Kacke. Ein geschneit. Der Gedanke an Schneeschaufeln, lässt mein Blut kochen. Gott, ich hasse Schnee. Dann kam der Schneeflugfahrer vorbei und hat nach einer Spende gefragt. Ich hab´ ihm meine Schaufel über den Kopf gezogen. Meine Frau sagt, dass ich schlechte Manieren habe. Ich glaube, dass sie eine Idiotin ist. Wenn ich mir noch einmal Wolfgang Petry anhören muss, werde ich sie umbringen.

26. Dezember
Immer noch ein geschneit. Warum um alles in der Welt, sind wir hierher gezogen.
Es war alles IHRE Idee. Sie geht mir echt auf die Nerven.

27. Dezember
Die Temperatur ist auf –30° Grad gefallen und die Wasserrohre sind eingefroren.

28. Dezember
Es hat sich auf –5° Grad erwärmt. Immer noch ein geschneit.
    D i e    A L T E     m a c h t     m i c h     v e r r ü c k t.

29. Dezember
Noch mal 30 Zentimeter. Bob sagt, dass ich das Dach frei schaufeln muss, oder es wird einstürzen.
Das ist das Dämlichste, was ich je gehört habe. Für wie blöd hält der mich eigentlich?

30. Dezember
Das Dach ist eingestürzt. Der Schneeflugfahrer verklagt mich auf 50.000 $ Schmerzensgeld.
Meine Frau ist zu ihrer Mutter gefahren. 25 Zentimeter vorhergesagt.

31. Dezember
Habe den Rest des Hauses angesteckt. Nie mehr Schaufeln.

8. Januar
Mir geht es gut. Ich mag die kleinen Pillen, die sie mir dauernd geben.
Warum bin ich an das Bett gefesselt?


Der ist wirklich cool, Micha.
Hatten wir hier aber schon mal. :icon_lol:
Gruß
Torsten

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Re: Bevor der Winter vorbei ist, ...

Beitragvon chlorblase » 13.02.2010, 20:13

Tortellini hat geschrieben:Der ist wirklich cool, Micha.
Hatten wir hier aber schon mal. :icon_lol:

Oops, stimmt, den habe ich dann wohl übersehen! :icon_eek: :icon_redface:
(Und dann auch noch von Dir, ...)
Grüße aus dem schönsten Bundesland der Welt...Michael

:runningdog: "Ich habe keine Zeit, mich zu beeilen!" (Igor Strawinsky) :zzz:
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Re: Humor

Beitragvon harriersand » 22.02.2010, 16:47

Was sind das für Frauen, die zu so etwas fähig sind, fragt man sich unwillkürlich angesichts des neuesten Falles von gefährlicher Vernachlässigung, der sich letztes Wochenende in Berlin ereignete. Wie erst jetzt bekannt wurde, befreite die Polizei am Sonntag gegen Mittag in Pankow aus einer Hochparterrewohnung einen kurz vor dem Verdursten stehenden 37-jährigen Mann.

Er war schlecht ernährt und hatte keine schönen Sachen. Nachbarn hatten die Ordnungshüter alarmiert, da ihnen im Treppenhaus der Geruch aufgefallen war. Die Lebensgefährtin des Mannes, der sich selbst als Schriftsteller und Künstler bezeichnet, war am Morgen für ein paar Stunden mit den Kindern an einen See gefahren. In der Wohnung fanden die Mitarbeiter der Polizei keine altersgerechten Getränke.

„Nur Wasser, Tee und Säfte, so was habe ich noch nie gesehen“, so der noch sichtlich mitgenommene Wachtmeister Schlibrowski. Er und seine Kollegen erleben so einiges, aber in jener Wohnung fanden sie nicht einmal genügend Nahrung für eine einzige Männermahlzeit. Nur Müsli, Milchprodukte und Rohstoffe wie Kartoffeln, Reis oder Eier, die vor dem Verzehr erst noch verarbeitet werden müssten, befanden sich in der Küche.

Die Regale der Wohnung quollen über von soziologischer und kulturwissenschaftlicher Fachliteratur. Aber es fand sich keine einzige Männer-, Auto- oder Fußballzeitschrift. Auch kein Fernsehgerät. Die Beamten brachten den Mann in einer Kriseneinrichtung der gastronomischen Hilfe unter, dem „Bräustübel“ in der Kuglerstraße. Der Leiter der Einrichtung päppelte den Mann persönlich mühsam über Stunden mit Molle und Korn wieder auf.

Mitarbeiter des zuständigen Pizzaservice verteilten Notrufnummern in der Nachbarschaft. Warum, fragten einige, erst jetzt? „Isse so traurisch“, sagte Guilermo, der Chef des Pizzadienstes, der eigentlich Achmed heißt, „rufe erst an, die Leute, wenn isse zu spät. Oder gar nischt.“

Oftmals sind Männer, die Opfer dieser Form von Vernachlässigung geworden sind, schlicht und einfach nicht in der Lage, selbst um Hilfe zu bitten. Spätestens seit sich schnurlose Telefone in den Haushalten allgemein durchgesetzt haben, wissen oft nur noch die Frauen, wo in der Wohnung sich diese Telefone befinden. Dass sich Fälle wie der geschilderte häufen, bestätigt auch Chantal Schünemann. Sie leitet ein Krisentelefon mit 0900-Nummer. Junge Frauen seien mit der Haltung und Pflege eines Mannes häufig überfordert. Der zuerst possierlich wirkende Mann werde schnell zu einer Belastung, wenn er nach der Balz seine typischen Verhaltensweisen der Sesshaftigkeit ausbilde. Spätestens wenn die ersten Kinder da seien, bleibe den Frauen neben ihrer Berufstätigkeit kaum noch Zeit für den Mann. Böse Absicht sei es eigentlich so gut wie nie, die Frauen dazu bewege, ihren Mann alleine zu Hause zu lassen. Aber Fälle wie dieser erschüttern auch Chantal Schünemann. „Der Ärmste hat bloß noch 90 Kilo gewogen.“ Sie schüttelt fassungslos den Kopf.

Dem jungen Schriftsteller geht es glücklicherweise wieder den Umständen entsprechend gut. Aber das Entsetzen bleibt. Nachbarn und Anwohner stellten Flachmänner und Sechserträger unter dem Balkon des Opfers auf und entzündeten Kerzen. Auf einem handgeschriebenen Zettel steht die Frage: „Warum?“ Sie bewegt hier alle.

Die Lebensgefährtin des Mannes wollte am späten Nachmittag vom See zurück sein. Na, die wird Augen machen!

Quelle: Tagesspiegel 14.09.2008
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Re: Humor

Beitragvon Tortellini » 22.02.2010, 17:19

:lacher:
Ich bin dafür, daß für solche Härtefälle, in denen die Frauen keinen anderen Ausweg mehr sehen, eine sogenannte "Männer-Klappe" eingerichtet wird. Dort können die überforderten Frauen ihre vernachlässigten Männer dann anonym abgeben. Schließlich finden sich doch immer wieder Frauen, die sich auch auf solche armen Geschöpfe noch einlassen. :icon_wink:
Gruß
Torsten

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Re: Humor

Beitragvon Hübi » 22.02.2010, 17:30

Männer haben's schwer :biggthumpup: Männer sind auch Menschen. :biggthumpup: :zustimm:
Liebe Grüße, Hübi :lach062:
Alle klagen über das Wetter.
Aber es findet sich niemand,
der etwas dagegen tut...
Mark Twain

:run: [23. RUNNERS POINT Havellauf 2012] :foto3: [Hübis-Fotokiste]
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Re: Humor > Laufen hilft immer

Beitragvon Tortellini » 22.02.2010, 17:35

Gewichtsprobleme :icon_question:

Hat Ihr Partner über die Wintersaison zu sehr zugenommen? :gruebel:

Kein Problem:

Sagen Sie ihm, er soll täglich morgens 5 km und abends 5 km laufen! :run:

...und schon nach 1 Woche ...

... ist er bereits 70km weg! :win: :freude: :biggrin:

:pfeif:
Gruß
Torsten

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Re: Humor

Beitragvon Fredo » 28.02.2010, 12:42

Es muß ja nicht gleich zum Äussersten kommen...

Hier mal eine Auffrischung in Basis-Überlebenskenntnissen:

http://stuff.twoday.net/

Grüsse
Manfred
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Re: Humor

Beitragvon chlorblase » 03.03.2010, 20:15

Kommt ein kleinen Mädchen in die Zoohandlung.
"Ich möchte gerne ein Kaninchen."

Fragt der Zoohändler freundlich:
"Möchtest du dieses kleine, süße, braune mit den großen Augen oder lieber dieses wuschelige, flauschige weiße?"

Meint die Kleine: "Ich glaube, meiner Python ist das egal!"
Grüße aus dem schönsten Bundesland der Welt...Michael

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Re: Humor

Beitragvon runningdad » 14.03.2010, 16:09

Das wahre Leben schreibt doch noch die besten Geschichten ;-)

Gestern auf dem Parkplatz am Bürgerbusch:
Wir trafen uns mit dem Lauftreff zum samstäglichen Lauf um 15 Uhr, da nahte ein Audi A2, der auf den Parkplatz fuhr und einen freien Platz suchte. Einige waren frei, die Wahl viel aber auf einen Eckparkplatz direkt an der etwa 15cm hohen Bordsteinkannte. Rückwärts wäre die Parklücke gut zu bewältigen gewesen, es sollte dann aber doch vorwärts eingeparkt werden: Also zurückgesetzt und dann vorwärts. Leider war der Winkel falsch gewählt und der Vorderreifen prallte mit Karacho auf und über den Bordstein! Was nun? Vorsichtig zurücklenken und nochmals ganz heraus aus der Parklücke? Wäre wohl besser gewesen ;-) Statt dessen kurz zurück und mit richtig Karacho hinein in die Parklücke! Der Unterboden krachte, der Hinterreifen ebenso! Schäden? Keine Ahnung?! Die Fahrerin stieg aus und fing sofort an sich zu beschweren: "Haben Sie den schwarzen Mercedes da drüben gesehen? Gehört der Ihnen? So was von falsch geparkt! Manche Leute können halt nicht einparken!" :lacher: :lacher: :lacher: Wir alle waren sprachlos! Sie wünschte uns noch einen guten Lauf und verschwand.

REALSATIRE? :biggrin:
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Re: Humor

Beitragvon Gonwi » 17.03.2010, 12:16

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