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Blut- und Knochenmarkspenden

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Blut- und Knochenmarkspenden

Beitragvon Foxi » 02.11.2005, 22:35

Ich war heute mal wieder zum Blutspenden - zum 42. Mal seit 1986. Ich kann kann dies jedem nur empfehlen.

Es gibt etliche gute Gründe, regelmäßig Vollblut oder Blutplasma zu spenden:
  1. Mit dem Blut kann Unfallopfern, aber auch Patienten geholfen werden, die bei einer Operation auf Blutkonserven angewiesen sind. So ein Fall könnte auch jeden von uns treffen.
  2. Aus dem Blut können evtl. auch Medikamente hergestellt werden, z. B. Gerinnungsmittel für Bluter-Kranke.
  3. Das Spender-Blut wird gründlich untersucht, d.h. Infektionskrankheiten (z. B. Hepatitis, HIV), aber auch andere blutverändernde Krankheiten (z. B. Leukämie) können frühzeitig entdeckt werden.
  4. Die Blutgruppe und der Rh-Faktor sowie mehrere weitere spezifische Merkmale des Blutes werden bestimmt. Neuerdings wird vor jeder Spende auch der Hb-Wert des Blutes bestimmt - ein Hinweis auf den (gerade für Läufer wichtigen) Eisengehalt des Blutes
  5. Regelmäßiges Blutspenden regt die (ohnehin ständig stattfindende) Neubildung roter Blutkörperchen an. Junge rote Blutkörperchen sind aber nachweislich leistungsfähiger hinsichtlich des Sauerstofftransports als die älteren.
  6. Bei vielen Blutspendediensten (Kliniken, Malteser, DRK) gibt es eine Aufwandsentschädigung in Form eines Essens oder evtl. eines kleinen Taschengelds.
Die Prozedur ist nicht sehr aufwendig. Man muss einen längeren Fragebogen zum derzeitigen Gesundheitszustand und zu möglichen Spenderisiken ausfüllen. Nach einer Voruntersuchung (dauert bei Erstspendern sehr viel länger als normal) werden einem im Liegen aus einer Vene der Armbeuge etwas mehr als 500 ml Blut mit einer etwas dickeren Nadel entnommen. Falls gewünscht, kann man sich die Einstichstelle auch vereisen lassen - dann spürt man gar nichts. Hinterher gibt es einen Druckverband, der 1 - 2 Std. auf der Einstichstelle bleiben sollte. Eine halbe Stunde nach der Spende sollte man nicht am Straßenverkehr teilnehmen, schwer heben oder gefährliche Maschinen bedienen.

Hinsichtlich des zeitlichen Abstands zu einem Marathon handhabe ich es so:

Vor einem Marathon halte ich eine Frist von etwa 6 - 8 Wochen ein. Die flüssigen Blutbestandteile werden nach wenigen Stunden ersetzt, die festen nach maximal zwei Monaten.
Nach einem Marathon folge ich den Empfehlungen und lasse 7 - 10 Tage verstreichen. Durch die Strapazen des Marathons werden tatsächlich erhebliche Mengen an Blutkörperchen "zertrümmert", deren Abbau mehrere Tage in Anspruch nimmt. Außerdem ist vielfach das Immunsystem angegriffen, was eine Infektion nach sich ziehen kann. Dann ist man aber zur Spende nicht geeignet.


Also: Nur Mut! :toll:
Zuletzt geändert von Foxi am 06.09.2007, 22:37, insgesamt 5-mal geändert.
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Beitragvon Uli Schmidt » 02.11.2005, 23:21

foxi ich find das auch ganz toll.... super... :toll:
Uli Schmidt
 

Beitragvon Helgolandrunner » 03.11.2005, 00:17

Klasse!

Meine Freundin geht dort auch immer hin. Ich habe es, soweit ich mich erinnern kann, nocht nie gemacht.
Liebe Grüße
Oke
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Beitragvon Borstel » 03.11.2005, 14:37

Tach,

ich gehe in regelmäßigen Abständen zur Trombozytenspende. Dort spende ich, je nach aktuellen Tageswerten, 2- bzw. 3fach.
Zur Trombospende bin ich vor 6 Jahren durch den Krebstod (Blutkrebs) meines Bruders gekommen.
Mit einem Teil des Geldes, welches ich für die Spenden bekomme, finanziere ich meine Laufreisen.

Allen noch nen schönen Tach
Heiko
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Beitragvon carsten » 03.11.2005, 16:18

Hi Heiko,

ist das denn aufwendiger als eine "normale" Blutspende und wie fühlst du dich danach? (anders als bei der normalen...?)

Gruß
Carsten
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Beitragvon Foxi » 03.11.2005, 20:54

Helgolandrunner hat geschrieben:Meine Freundin geht dort auch immer hin. Ich habe es, soweit ich mich erinnern kann, noch nie gemacht.


Na, dann begleite sie doch einfach mal dorthin, schau Dir alles an, stell alle wichtigen Fragen. Und dann ... vielleicht ... :toll:
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Beitragvon Borstel » 03.11.2005, 21:05

carsten hat geschrieben:Hi Heiko,

ist das denn aufwendiger als eine "normale" Blutspende und wie fühlst du dich danach? (anders als bei der normalen...?)

Gruß
Carsten


Tach,

ist schon etwas aufwendiger. Jetzt mit den neuen Geräten bekommst du nur noch eine "fette" Nadel in die Vene geritzt. Ungefähr der Durchmesser einer Kugelschreibermine. Dann wird dein Blut rausgezogen und durch die gleiche Nadel wieder reingeblasen. Das wechselt sich immer periodisch ab. Je nachdem wieviel du spendest, richtet sich nach deinen aktuellen Werten, bist du dann an den Geräten angeschlossen. Ich habe schon einmal 105 min gebraucht. Im Durchschnitt bei mir zwischen 65 und 90 Minuten. Das wird zur Zeit in Berlin bei einer zweifach Spende mit 55 Euronen vergütet. Vor einem Monat bekam ich noch für zweifach 78 und für dreifach 110 Euronen. Bei zweifach Spenden werden in Berlin zwischen 2 und 3 Wochen Spendenpause verordnet. Ist aber von Spendenstelle zu Spendenstelle sehr unterschiedlich.
Nach einer "Dreifachen" lauf ich die erste halbe Stunde immer etwas ferngesteuert durch Berlin. Eine Zweifache stecke ich meistens ohne seitliche Ausfallschritte weg. Für eine einfache Spende, dauert ungefähr 20 min, lasse ich mir aber keine Nadel in den Arm rammen.
Man sollte schon ein bischen "Masochistisch" veranlagt sein :mrgreen:

Am Dienstag häng ich wieder an der Nadel.

Mich grauts jetzt schon

Heiko
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Beitragvon Helgolandrunner » 03.11.2005, 23:33

Foxi hat geschrieben:
Helgolandrunner hat geschrieben:Meine Freundin geht dort auch immer hin. Ich habe es, soweit ich mich erinnern kann, noch nie gemacht.


Na, dann begleite sie doch einfach mal dorthin, schau Dir alles an, stell alle wichtigen Fragen. Und dann ... vielleicht ... :toll:


Werde ich machen! :toll:
Liebe Grüße
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Beitragvon Helgolandrunner » 03.11.2005, 23:36

Borstel hat geschrieben:
carsten hat geschrieben:Hi Heiko,

ist das denn aufwendiger als eine "normale" Blutspende und wie fühlst du dich danach? (anders als bei der normalen...?)

Gruß
Carsten


Tach,

ist schon etwas aufwendiger. Jetzt mit den neuen Geräten bekommst du nur noch eine "fette" Nadel in die Vene geritzt. Ungefähr der Durchmesser einer Kugelschreibermine. Dann wird dein Blut rausgezogen und durch die gleiche Nadel wieder reingeblasen. Das wechselt sich immer periodisch ab. Je nachdem wieviel du spendest, richtet sich nach deinen aktuellen Werten, bist du dann an den Geräten angeschlossen. Ich habe schon einmal 105 min gebraucht. Im Durchschnitt bei mir zwischen 65 und 90 Minuten. Das wird zur Zeit in Berlin bei einer zweifach Spende mit 55 Euronen vergütet. Vor einem Monat bekam ich noch für zweifach 78 und für dreifach 110 Euronen. Bei zweifach Spenden werden in Berlin zwischen 2 und 3 Wochen Spendenpause verordnet. Ist aber von Spendenstelle zu Spendenstelle sehr unterschiedlich.
Nach einer "Dreifachen" lauf ich die erste halbe Stunde immer etwas ferngesteuert durch Berlin. Eine Zweifache stecke ich meistens ohne seitliche Ausfallschritte weg. Für eine einfache Spende, dauert ungefähr 20 min, lasse ich mir aber keine Nadel in den Arm rammen.
Man sollte schon ein bischen "Masochistisch" veranlagt sein :mrgreen:

Am Dienstag häng ich wieder an der Nadel.

Mich grauts jetzt schon

Heiko


Mensch, das hätte ich nicht von Dir gedacht, dass Du an der Nadel hängst. Hör auf damit :mrgreen:

Spaß bei Seite, wir sind hier bei einem sehr ernstem Thema wie ich finde. Ich habe immer gedacht, dass Spenden sei freiwillig und wird nicht vergütet.
Liebe Grüße
Oke
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Beitragvon Borstel » 04.11.2005, 00:20

Helgolandrunner hat geschrieben:
Spaß bei Seite, wir sind hier bei einem sehr ernstem Thema wie ich finde. Ich habe immer gedacht, dass Spenden sei freiwillig und wird nicht vergütet.


Die Trombospenden sind natürlich auch freiwillig. Eine Schwester hatte mir mal erklärt, dass die hohe Vergütung nur einen klitzkleinen Bruchteil des eigentlichen Wertes der Trombozyten darstellt. Die Trombos sind lebenswichtig und können noch nicht künstlich hergestellt werden.
Kannst ja mal nach Trombozytenspende googeln.
Es gab in Berlin Jahre, da gingen Spender nicht unter 250,-DM raus.
Natürlich hat man auch das Geld bei einer Spende im Hinterkopf.
Ich habe aber auch den Anblick meines Bruders immer vor mir. Man konnte einfach nicht helfen, sondern mußte tatenlos mit ansehen wie ein starker Mann innerhalb von 9 Monaten jämmerlich "vor die Hunde" geht.

Bleibt bloß alle gesund, allet andere findet sich...

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