Den 13. August 1961 verbinden viele Menschen bis heute mit unauslöschbaren Erinnerungen an eine Zeit, in der sich ihr Leben von einem Tag auf den anderen gravierend änderte. Vor 50 Jahren wurde die Teilung Deutschlands durch den Bau der Berliner Mauer endgültig besiegelt. Eine 160 km lange militärisch gesicherte Grenze um West-Berlin spaltete die Stadt, trennte Familien, Freunde und Nachbarn, schnitt ganze Straßenzüge, Wasserläufe und Nahverkehrsverbindungen ab. Provisorische Stacheldrahtsperren wichen in den nächsten Jahren einem tief gestaffelten Sperrsystem aus Mauern, Streckmetallzäunen und Todesstreifen mit Wachtürmen, Panzersperren und weiteren martialischen Sperrelementen, das als “Berliner Mauer“ weltbekannt wurde. Die Unmenschlichkeit dieser Mauer, die Zerrissenheit der Stadt, die Fassungslosigkeit der Menschen, ihre Schicksale, aber auch die Hoffnungen auf beiden Seiten sind Themen verschiedener Veranstaltungen aus Anlass des 50. Jahrestages des Mauerbaus.
[50. Jahrestag des Mauerbaus ...] 
Ein Datum, das man
nicht vergisst!
Am 13.08.1961 bin ich als 14-jähriger Steppke, Sonntag früh mit meinem Fahrrad zum Zeitungsladen (Wildenbruchstr./Harzer Str.) gefahren und dort hing das Extrablatt der "Berliner Morgenpost" - "Ost-Berlin ist abgeriegelt" im Schaufenster.
http://huebi.cwsurf.de/forumimages/2011 ... 5_dok1.pdfSofort fuhr ich weiter zur 250 m entfernten Sektorengrenze - Wildenbruchstr./Heidelberger Str. - entsetzt sah ich, wie Betriebskampfgruppen Stacheldrahtsperren errichtet hatten. Soldaten der Nationalen Volksarmee beaufsichtigten die Betriebskampfgruppen. Immer mehr Westberliner versammelten sich an der Grenze und brachten lautstark ihren Unmut zum Ausdruck. Den ganzen Tag verbrachte ich dort. Es war einfach unfassbar, was da geschah!
Hier ein Foto vom 14.08.1961 - Wildenbruchstr./Heidelberger Str.

[abfotografiert aus der "HÖRZU" - Ausgabe 30 vom 22.7.2011]