Nach umfangreicher Anamnese und orthopädischer Untersuchung erfolgte eine Messung, welche die Druckverteilung auf den Fußsohlen beim Abrollvorgang grafisch darstellte. Das barfuß Gehen, laufen und das Laufen mit meinen beiden mitgebrachten Schuhpaaren erfolgte im Anschluss. Hierbei wurde auch der Laufstil bzw. die Bewegung des Beckens aufgenommen. Die Ergebnisse des anschließenden Auswertungsgesprächs waren für mich Überraschend.
Der ganze Laufvorgang wurde Stück für Stück auseinander genommen. Die Druckverteilungsmessung und der Barfußlauf zeigten ein minimal abgeflachtes Fußgewölbe welches keine Unterstützung benötigt. Durch die unzureichend ausgeprägte Hüftmuskulatur entsteht in der Stützphase eine Rotation, die sich auf das Bein bis hin zum Sprunggelenk überträgt. Die dadurch entstehende Überpronation kann durch Einlagen nicht aufgefangen werden.
Nach der Auswertung wurden gleich Übungen zur Stärkung der Hüftmuskulatur vorgestellt. Und weil man sich das bis zu Hause nicht merken kann, gab es das Ganze auch noch in Papierform. Nicht ohne vorher jede Übung unter Beobachtung bis ins kleinste Detail durchgeführt zu haben. Der übliche Versuch, Übungen die anstrengend sind mittels Tricksen erträglich zu gestalten, scheiterte kläglich.
Für mich heißt es zukünftig, keine zu weich gedämpften Schuhe zu laufen. Bei der Schuhauswahl, ist auf eine ausreichende Festigkeit der Schuhinnenkannte zu achten.
Mein bis dahin favorisierter Pegasus wurde heute feierlich bestattet.
Für mich hat sich die komplexe Laufanalyse gelohnt. Nun kann ich damit beginnen, die Schwächen abzustellen anstatt immer nur die Symptome zu behandeln.
Gruß Alex


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