Hallo,
dies alles habe ich auch schon durchgemacht. Erstmal der Reihe nach.
Seid dem 18 Lebensjahr hatte ich Tachykardien (
http://de.wikipedia.org/wiki/Tachykardie) wobei die bei mir immer so um die 220-260 Pulsschläge lagen. Bekam seinerzeit in der Uniklinik Düsseldorf einen Betablocker. Es ging dann mehr oder weniger gut. Habe immer Sport getrieben. Laufen, Sportkegeln bis in die dritte Liga und es ging gut. Dann kam Familie, Haus und beruflicher Aufstieg. Die Tachykardien nahmen zu, trotzt Laufen z.T.sehr intensiv bis 150Km die Woche. Den Betablocker habe ich so in 2001 eingestellt, weil mein Ruhepuls nachts so um 30 Schläge und Tags so 40-45 Schläge lag. 2006 kam dann mein Burnout, nicht ging mehr. Samstagsmorgen war ich noch Laufen( ca 20 Km ), aber schon dabei traten immer wieder und immer heftiger Pulswerte ,laut meiner Polar, von 220 Schläge auf. Früher konnte ich die T. immer wegatmen( Technik womit man Tachykardien beherrrschen kann und auch im Moment beseitigen aber diesmal nicht) Ich nach Hause gegangen und in der Dusche zusammengeklappt. Mein Sohn und meine Frau haben mich umgehend zum Helios-Herzzentrum Wuppertal gebracht, wo ich dann bestens versorgt wurde. Bin dann Stationär aufgenommen worden und Montags wurde eine EPU (
http://de.wikipedia.org/wiki/Elektrophy ... tersuchung ). Anschließend wurden noch verschiedene Untersuchungen unternommen; Zuckerbelastungstest, Belastungs EKG, Schluck Echo(
http://de.wikipedia.org/wiki/Schluckecho), usw. Bei den Untersuchungen stellte sich beim B-EKG heraus das der Herzmuskel unter Höchstbelastung sich nicht richtig " teilweise mitbewegte"Steif war. Ich beschreib das mal sehr einfach und so mußte noch eine Kathederuntersuchung vorgenommen werden. Es war Gottseidank eine Falsch-Positive-Diagnose. Mit einem Betablocker wurde ich erstmal nach Hause entlassen.
Sport durfte ich ausüben, ging aber nicht, weil der Betablocker wohl ein Hammer war. Ich wieder nach eine Woche in die Klinik und dann haben wir einen Termin für eine Ablation (
http://de.wikipedia.org/wiki/Katheterablation ) vereinbart. Der war aber erst in 5 Wochen und durch die Ruhe und keinen Stress und ein bißchen Laufen erholte ich mich recht gut. Der Tag der Ablation kam und ich habe mich wieder in die Klinik bringen lassen.Termin war 7:30 Uhr. Ich wurde fertig gemacht , verkabelt und der Katheter eingeführt und es sollte losgehen. Ich bekam Alupent ( Adrenalin zum Auslösen von Tachykardien) gespritzt und ausser das ich einen hohen Puls( 120 ) bekam passierte nichts, Keine Tachykardien. Nach eingehender Erklärung und Gespäch, haben wir den Eingriff abgebrochen. Um die falschen Zündkerzen entfernen,veröden, zu können müssen sie Zünden. Das war nicht zu Provozieren. Nach der nötigen Ruhezeit durfte ich nach Hause. So ist es bis Heute. Tachykardien treten immer wieder mal auf, ohne ersichtliche Gründe, werden dann weggeatmet und gut ist. So ganz ist eine Ablation für mich nicht aus der Welt aber nur wenn es schlimmer werden sollte. Ich weiss das es nicht Lebensgefährlich ist, aber es stört ungemein wenn es auftritt. Ich muß nur Stress absolut vermeiden, dann habe ich meine Ruhe.
Ich hoffe ich habe ungefragt ein bißchen Licht ins Dunkle gebracht. Viele können sich ja nicht unter die verschiedenen Fachbegriffe ( EPU, Ablation etc ) nichts vorstellen können. Bei mir sprach man von einer Erfolgsrate von 70-80 %. evtl muß nochmal " nachgearbeitet" werden.
Bleibt Gesund
Gruß
Kurt

Ich bin eigentlich ganz anders, komme nur zu selten dazu.