Mit Rollator zum Gold
Von Peter-Philipp Schmitt
06. August 2009 Eine Knieoperation und ein Herzanfall vor einigen Wochen hätten Alfred Proksch fast noch aus der Bahn geworfen. Im finnischen Lahti stützte sich der Athlet darum im Stadion etwas schwerfällig auf einen Rollator. Ohne seine Geh- und Stehhilfe schwankte er dann auch ganz gehörig, vor allem nachdem er die 7,257 Kilogramm schwere Kugel 2,84 Meter weit gestoßen hatte. Das aber reichte für die Gold-Medaille, die Proksch bei der Siegerehrung stolz entgegennahm. Und da er den Diskus auch noch 5,61 Meter weit warf, darf sich der Österreicher nun sogar Doppelweltmeister nennen. (Aufs Speerwerfen musste er dieses Mal leider verzichten). Allerdings war Proksch in Lahti bei den Senioren-Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2009 auch konkurrenzlos: Er war der einzige Teilnehmer in der „Altersklasse M100+“.
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