Lauftreff Berlin | Hübis-Laufforum | LT Bernd Hübner | Seit 1999!

Laufsport Berlin | BERLIN läuft | Läufer-Hauptstadt Deutschlands | Sport soll Spaß machen | Einfach hinkommen und mitmachen

iPod-Doping: Marathon-Siegerin disqualifiziert!

Täglich die neuesten News von "German Road Races (GRR)" auf unserem PORTAL!

iPod-Doping: Marathon-Siegerin disqualifiziert!

Beitragvon Hübi » 18.10.2009, 22:05

iPod-Doping: Marathon-Siegerin disqualifiziert; Entscheidung entfacht Streit um US-Leichtathletikreglement

In den USA dürfen Marathonläufer keine portablen Musikplayer beim Laufen benutzen ©Rose
Milwaukee (pte) - In den USA sorgt derzeit die Disqualifizierung der Siegerin eines Marathonlaufs in Milwaukee für einigen Diskussionsstoff. Jennifer Goebel, so der Name der 27-Jährigen, wurde der Siegespreis in der Damenwertung beim Lakefront Marathon nun Tage nach dem eigentlichen Laufevent wieder aberkannt, da die Veranstalter nachträglich auf ein Foto aufmerksam wurden, das sie während des Laufens mit einem an der Hüfte befestigten iPod zeigt.

Grundlage für das harte Urteil der Rennleitung war dabei eine Klausel des aktuell geltenden Reglements des US-Leichtathletikverbandes USA Track & Field (USATF) http://www.usatf.org/, derzufolge die Verwendung von elektronischen Geräten bei Laufevents zumindest in den Eliteklassen generell nicht gestattet ist. Wie das US-Lokalblatt Journal Sentinel berichtet, blieb Goebel, die sich letztendlich nur wenige Tage über ihren Marathonsieg freuen durfte, nichts anderes übrig, als das von ihr erlaufene Preisgeld in der Höhe von 500 Dollar wieder abzugeben.

Die Disqualifikation aufgrund des iPods kann sie nicht verstehen. "Ich finde das lächerlich. Ich habe dort mitgemacht, um ein spaßiges Rennen mit Freunden zu erleben", ärgert sich Goebel. Den Musikplayer habe sie ohnehin nur zwischen Meile 19 und 21 eingeschaltet gehabt, um sich ein wenig mit einem Mix aus Alternative Rock und Techno anzutreiben. Genau hierin liegt der Auffassung des Rennkomitees des Lakefront Marathons aber der springende Punkt. So soll das USATF-Reglement unter anderem verhindern, dass einzelne Läufer sich durch die Zuhilfenahme von Musik, die durchaus auch einen anspornenden Effekt haben kann, einen unfairen Wettbewerbsvorteil gegenüber ihren Mitstreitern verschaffen können.

"In den USA wird bereits seit geraumer Zeit heftig darüber diskutiert, ob Sportlern die Verwendung elektronischer Geräte während eines Marathonlaufs erlaubt sein soll oder nicht", erklärt Mark Milde, Sportlicher Leiter bei SCC Running http://www.scc-events.com/ , im Gespräch mit pressetext. Auch beim Veranstalter des Berlin-Marathons, der größten Marathonveranstaltung für Läufer in Deutschland, sei man sich dieser Problematik durchaus bewusst. "Wir halten diese Entwicklung zwar nicht für positiv. Ich glaube aber nicht, dass sich durch die Musikplayer wirklich eine Art von Dopingeffekt erzielen lässt", betont Milde.

Mit dem Verbot in den Eliteklassen will der USATF dem Laufevent-Experten zufolge vermutlich lediglich verhindern, dass Läufer während des Musikhörens in ihrer Wahrnehmung von äußeren Einflüssen wie etwa Autogeräuschen oder Lautsprecherdurchsagen eingeschränkt werden. "In der Bundesrepublik gilt das Reglement des Internationalen Leichtathletikverbandes. Eine spezielle Regel, die Marathonläufern den Einsatz elektronischer Geräte verbietet, gibt es hierzulande nicht", so Milde abschließend.

Quelle: pressetext.deutschland

http://www.germanroadraces.de/24-0-1292 ... it-um.html
Liebe Grüße, Hübi :lach062: Mobil: 0176 - 56 56 76 56 | Mobil beim Laufen: 0171 - 275 95 05
Hab die Menschen gern, so wie sie sind.
Andere gibt es nämlich nicht...
Phil Bosmans

[23. RUNNERS POINT Havellauf 2012]
[Lauftreff Berlin] [Hübis-Fotokiste]
Benutzeravatar
Hübi
Admin
Admin
 
Beiträge: 13014
Registriert: 21.12.2004, 00:41
Wohnort: Berlin-Zehlendorf
Skype-Name: bernd.huebner201

Re: iPod-Doping: Marathon-Siegerin disqualifiziert!

Beitragvon relax » 18.10.2009, 22:44

Hübi hat geschrieben: Eine spezielle Regel, die Marathonläufern den Einsatz elektronischer Geräte verbietet, gibt es hierzulande nicht", so Milde abschließend.


Das ist sicher richtig, allerdings nur die halbe Wahrheit. Auch nach den DLV-Richtlinien sind Hilfsmittel, und dazu zählen neben iPods auch MP3-Player, Handys und andere Geräte, nicht zulässig. Die gleiche Regelung gibts auch bei der IAU. Zumindest bei Meisterschaftsläufen und bei von der Läufen mit IAU-Label müsste jeder, der ein derartiges Gerät während des Laufes benutzt, disqualifiziert werden. Darauf wurde übrigens bei den 100 km am Auensee in Leipzig ausdrücklich hingewiesen. :ja:
Gruß
Bernd :dance:
It's now or never!
Benutzeravatar
relax
Treuer User
Treuer User
 
Beiträge: 544
Registriert: 21.12.2004, 13:23
Wohnort: Friedenau

Re: iPod-Doping: Marathon-Siegerin disqualifiziert!

Beitragvon Reinhard » 19.10.2009, 06:21

Aus der aktuellen Runner's World (November 09, Seite 14):
Mit Musik 15% schneller - bei einen Rhythmus von 120 bis 140 Schlägen pro Minute, eingesetzt beim Londoner "Run to the beat"-Halbmarathon, der am 27.9. zum zweiten Mal stattfand.
Benutzeravatar
Reinhard
Mitglied
Mitglied
 
Beiträge: 418
Registriert: 13.05.2009, 07:57
Wohnort: Berlin-Schöneberg



Ähnliche Beiträge


Zurück zu Leichtathletik-Meldungen aus aller Welt von German Road Races

Wer ist online?

0 Mitglieder

cron