Unerwarteter Weise wurde es gestern sehr spät, bis wir wieder zu hause waren und deswegen konnte ich gestern keinen Bericht bzw. keine Fotos mehr ins Forum setzen. Wie es zur Verspätung kam, könnt ihr jetzt erfahren.
Ich schmeiße zunächst erst mal einen großen Haufen Asche auf mein Haupt

, weil ich 1. die Autoanreise etwas unterschätzt hatte und wir deswegen die letzten am Treffpunkt waren und 2. weil ich die Radstrecke vom Parkplatz bis dort, wo es auf den RK4 42km Rundkurs geht, wirklich viel kürzer in Erinnerung hatte. Es waren nicht wie angenommen so ca 3km, sondern fast 10km von Luckenwalde bis Werder. In dem Moment war mir klar, dass es nicht ca. 50km werden würden, sonden mindestens 62km.
Naja, und schließlich starteten wir wegen unserer verspäteten Ankunft nicht wie geplant 09:30 Uhr sondern erst 09:50 Uhr. Vor dem Start gabs noch ein Gruppenfoto und dann gings endlich los.
Hier erst mal die GPS Strecke unserer Tour:
http://www.gpsies.de/map.do?fileId=ndtupkhgsebavzlgEs war das beste Radelwetter und zum Glück auch noch nicht zu voll auf der Piste. Die Fahrt zum RK4 führte uns über Kolzenburg, Neuhof, vorbei an einer Straußenfarm und durch eine wunderschöne Landschaft bis nach Werder zum Einstieg auf den RK4 (natürlich die 42km Marathonstrecke, was sonst

).
Diesen fuhren wir dann wie geplant im Uhrzeigersinn zunächst Richtung Süden.
Als Karen schließlich immer mehr bekannte Ortsnamen entdeckte, hat sie uns dann kurzerhand überredet, den RK4 zu verlassen, um einen kleinen Abstecher ins berühmte Körbis zu machen. Das sollten also dann nochmal mindestens 6 km zusätzlich sein, weil wir ja wieder zurück zum RK4 mussten. Aber ok, wir wollten schließlich alle die erstaunten Blicke von Karens Eltern sehen, wenn 10 Radler plötzlich in Körbitz vor ihrer Haustür stehen.
Leider hat dies dann nicht ganz so geklappt.
Auf dem Weg dort hin, in dem eigentlich sehr hübschen Dörfchen Langenlipsdorf, hatte unser Randy leider Riesenpech, weil er beim Ausweichen (ein Autofahrer parkte zum Entladen auf der Flaming Strecke) ins Straucheln kam und ziemlich böse vom Rad gestürzt ist. Nach erster Versorgung mit Pflastern stellte sich heraus, dass die Schmerzen nicht mehr erträglich waren und wir entschlossen uns, einen Krankenwagen zu rufen. Dagmar überredete den Krankenwagenfahrer, im Wagen bis Luckenwalde mitzufahren. Die Räder der beiden hab ich dann nach unserer Tour dort abgeholt. Im Luckenwalder Krankenhaus wurde Randy untersucht und die beiden entschieden sich dann, nach Berlin ins Krankenhaus zu fahren, weil es näher zum Heimatort ist. Offensichtlich sind irgendwelche Sehnen odr Bänder in der Schulter angerissen und morgen soll nochmal geprüft werden, ob eine OP notwendig wird.
Der Schock war natürlich nicht nur bei Randy und Dagmar sondern auch bei uns sehr groß und man hat mal wieder sehen können, wie schnell und oft unbeabsichtigt man in so blöde Situationen geraten kann. Für Randy doppelt ärgerlich, weil er ja heute für den BIG25 gemeldet war und diesen Lauf natürlich nicht antreten konnte. (@Randy: Kopf hoch, spätestens bis zum NYC-Marathon ist alles wieder ok. An dieser Stelle nochmal GUTE BESSERUNG!!!
Naja, das ganze hat natürlich den Zeitplan nochmal um eine Stunde nach hinten verschoben und in diesem Moment, war ich froh, dass Hübi und Moni, wegen eines anderen wichtigen Termins, nicht um 14 Uhr zum Spargelessen gekommen sind. Wir hätten es jetzt nämlich nicht mehr rechtzeitig geschafft, und sie hätten dann dort die ganze zeit allein gesessen.
Während Sylvia, Godo und ich uns entschieden in Langenlipsdorf zu warten, fuhren die anderen doch noch nach Körbis. Als sie zurück kamen, ging es dann wieder auf den RK4 zurück Richtung Dennewitz, wo wir an der Mühle nur sehr kurz Rast gemacht haben.
Ein Problem kommt ja selten allein, und so stellte sich inzwischen als falsche Entscheidung heraus, dass Sylvia trotz starker Erkältung mit auf die Radtour gekommen ist. Ihre Kräfte schwanden nun nämlich so langsam aber sicher und jeder Anstieg wurde für die zum "Gebirge".
Da half auch die Kaffepause in Kloster-Zinna nichts, zu der wir uns entschieden, nachdem wir im Jagdgasthof Elsthal angerufen und unser Spargelessen auf 15 Uhr verschoben hatten. Im netten Kloster-Cafe in Kloster Zinna gab es sogar Erdinger alkeholfrei und Jochen bekam leuchtende Augen, als er auf der Karte den leckeren "Schweden-Eisbecher" entdeckte. Leider konnten wir uns wegen der verlorenen Zeit das Kloster und die Kirche nur von weitem ansehen. Ich hab zwar wenigstens noch ein paar Fotos gemacht, bin mir aber sicher, dass ich dort unbedingt nochmal hin möchte.
Von Kloster Zinna zurück nach Luckenwallde waren es nun noch etwa 11km und ich glaube für Sylvia eine einzige Qual und die schlimmsten Rad-Kilometer, die sie je gefahren ist. Ich glaube ihr ging es gestern so, wie mir auf den letzten Kilometern des Zürich-Marathons.

Ich bin bei ihr geblieben und die anderen haben wir vorgeschickt, um sich schon mal in unserem Spargelrestaurant zu melden.
Roxi, Karen, Jochen sind dann direkt schon zum Jagdrestaurant gefahren, was nur 5 min Fußweg vom Parkplatz Teichwiesenweg entfernt war. Wir haben erst die Räder verstaut und sind dann sage und schreibe erst 15:50 Uhr dort angekommen.
Habe mich dann nochmal beim Restaurantpersonal entschuldigt und bedankt, weil es wirklich sehr nette und verständisvolle Kellnerinnen waren. Wenn man bei anderen einen Tisch für 20 Personen bestellt, dann über 16 Personen auf 10 runtermeldet, wovon letztendlich nur 8 ankommen und dann noch 2 Stunden später alls angesagt, dann ist nicht jedes Restaurantpersonal mehr tolerant. Also großes Lob an diese Leute und vor allem an die wirklich gute Küche, denn das Essen war sooooooo lecker und hat fast alle Sorgen wieder vergessen lassen. DANKE!
Mit Schnitzel, Spargel etc. gesättigt, machten sich dann alle getrennt wieder auf den Heimweg. Die einen per Bahn, Jochen per Fahhrad

und die anderen per Auto. Mario war so freundlich und hat Sabine samt Rad mitgenommen, weil wir sonst Randys und Dagmars Räder nicht mehr mit in unser Auto bekommen hätten.
Beim Abholen der Räder in Langenlipsdorf gab es keine Probleme und mit einem Lidl Zwischenstop haben wir die Räder dann bei Randy in Kleinmachnow abgeliefert.
Tja, so kam eins aufs andere und es war 21 Uhr als wir endlich wieder zu haus waren.
Hab dann noch schnell meine Sachen für den Wettkampf heute zusammengesucht und dann sind wir nur noch ins Bett gefallen. Ich war absolut erledigt. Viel mehr als nach unserer 119km Radtour vom Ostermontag. Komisch!
Hier noch ein paar Fotos von der Tour:



















