Herrlich treffend und pointiert der Kommentar von Florian Bauer (WDR) in den Tagesthemen vom 2.12.2010
Darin wies er u.a. darauf hin,
- dass Russlands Wirtschaft und auch das Geflecht des Sports seit Jahren mit dem Begriff der Korruption in Verbindung gebracht wird und das die milliardenschweren Oliogarchen sicherlich nicht nur die Wirtschaft mit den Geldern aus den riesigen Gas-Vorkommen am Laufen halten, sondern daraus einen entsprechenden Einfluss ziehen.
- dass Katar gerade einmal halb so groß ist wie Hessen (bzw. dreimal größer als Berlin) und nicht mehr als 18 Club-Mannschaften spielen lässt.
- dass Russland bereits die Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi ausrichten wird und dort derzeit hinter dem Zeitplan hinterher ist. Wie eine weitere Großbaustelle (und es wird ja nicht nur EINE sein) geschultert werden soll, ist eigentlich unklar.
- dass es für Katar kein allzu großes finanzielles Problem darstellen dürfte, die geforderten Stadien zu bauen und diese nach den Spielen wieder abzureißen. Bei über 50 Grad im Schatten werden die High-Tech-Stadien allerdings massiv gekühlt werden müssen, damit ein Spielbetrieb überhaupt möglich wird. Aber dank eines gigantischen Aufwandes werden die Stadien auf konstant 27 Grad heruntergekühlt werden - mit Sonnenkraft. Also umweltfreundlich ...
- dass mit derart großen finanziellen Möglichkeiten, wie sie die Scheichs nun mal haben, fast alles möglich gemacht werden kann - auch das positive Votum der FIFA.
- dass nach Schweizer Recht (und die FIFA hat ihren Sitz in der Schweiz) die Korruption nicht strafbar ist. Dies einzuführen, sei ebenso zwingend erforderlich wie ein umfassendes Anti-Doping-Gesetz.
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