
Hier ein Posting und Foto vom 23.04.09. aus dem Benjamin-Franklin-Krankenhaus.

25.04.09: Entlassung aus dem Krankenhaus

Den Zürich-Marathon (26.04.09), Flug und Hotelunterkunft kurzfristig storniert

26.04.09: beim "rbb-Drittelmarathon" an der Glienicker Brücke mit Moni zugeschaut. Nach einer Stunde wurde mir schwindelig. Wir sind dann zu Fuß zum Wirtshaus Moorlake. Nach 700 m musste ich mich auf eine Bank setzen, weil ich Probleme beim Gehen hatte. Konnte kaum geradeaus gehen, Hitzewallungen, Angstzustände.

06.05.09: Dr.med. Willi Heepe hat mir für mein ImmunsystemTromcardin und Basica verordnet. Laufen war nicht mehr angesagt, sondern nur Spazierengehen.

11.05.09: Erneuter Check bei Dr.med. Willi Heepe.

12.05.09: Erste Laufversuche - Wochenumfänge bis Ende Juli 36 - 63 km. Ab August die Umfänge gesteigert, aber langsam und mit Pulsuhr.

15.09.09: Letzter Check bei Dr.med. Willi Heepe. Die Werte haben sich gebessert, allerdings beim Ergometer-Belastungstest (200 Watt) immer noch Herzrhythmusstörungen. Willi rät mir mit Puls 120 zu laufen.

In den letzten Tagen war ich sehr aufgeregt, konnte nachts nicht mehr richtig schlafen. War unsicher, ob ich den Marathon durchstehen kann? Dazu kam die Wettervorhersage, dass es am Marathontag sehr heiß wird. Mut machten mir aber meine langen Vorbereitungsläufe bis zu 32,5 km. Moni hätte mich am liebsten nicht starten lassen. Ich versprach aber, sehr moderat zu laufen und sie hat mir vertraut.

20.09.09: 36. real,- BERLIN-MARATHON
04.45 Uhr sollte der Wecker klingeln, war aber schon um 03.45 Uhr wach. Konnte nicht mehr einschlafen und bin dann einfach aufgestanden. Morgentoilette. Auf die Waage: 66,2 kg - habe zugenommen. Sonst ist seit Jahren mein Kampfgewicht: 63,5 kg. Frühstück: diesmal 4 Stullen mit Banane und Honig. Mental noch mal die Strecke abgelaufen. Lockerungsübungen.
06.40 Uhr Oke von Daggi und Randy abgeholt. 06.59 Uhr mit der S 1 zum Brandenburger Tor gefahren. Unterwegs gesellten sich noch Rainer und Bernd zu uns.
07.30 Uhr Fototermin am Reichstagsgebäude. Danach zu den Kleiderablagezelten. Bin dann mit Peter in den Startblock G. Puls 62/64. Ganz leichtes warmlaufen.
09.00 Uhr Start zum 36. real,- BERLIN-Marathon. Nach 10 Minuten erreichen wir die Startlinie. Das wichtigste Utensiel ist ab jetzt meine Garmin 310XT, besonders die Pulsanzeige. Es kehrt bei mir eine gewisse Gelassenheit ein. Schaue auf die Uhr und bremse mich. Laufe sozusagen mit angezogener "Handbremse". Werde ständig überholt und freue mich über die Fairness unter den Läufern. Kein schubsen oder meckern. Schaue in die Gesichter der Marathonis und sehe, dass die anderen Läuferinnen und Läufer auch sehr gelassen sind. Alle haben mit sich selbst zu tun. Claudia läuft ein Stück mit mir. Sie will sich mit mir unterhalten. Ich bin aber nicht dazu aufgelegt. Sie zieht davon. In der Torstr. muss ich eine Pinkelpause einlegen, danach fühle ich mich geradezu erleichtert. Laufe locker weiter, muss mich aber gleich wieder bremsen, wegen des Pulses. Von hinten kommt Tobias Korf angerannt. Wir laufen locker nebeneinander. In der Yorckstr. bleibt Tobias etwas zurück. Goebelstr./Potsdamer Str. ist der Halbmarathon absolviert und ich fühle mich noch gut. Trinke mein Basica und tunke meine Kappe in die Wasserwannen um meinen Kopf zu kühlen. Die Hitze wird so langsam unerträglich.
Am Innsbrucker Platz haben wir km 24 erreicht und die Stimmung an der Strecke ist einmalig. Jetzt sehne ich meine Moni mit der Coca Cola herbei. Kurzes Päuschen bei Moni und weiter geht's mit der Cola-Flasche. Südwestkorso stehen Martina und Didi. Am "Wilden Eber" beginnen meine Kräfte langsam zu schwinden. Hohenzollerndamm (km 31) stehen Bettina und Andreas mit Cola, aber ich bin noch versorgt. Ab km 32 wird es richtig hart. Die Sonne scheint unerbittlich vom Himmel. Endlich am Erfrischungspunkt (km 34). Kurzes Pläuschen und Fotos, dann geht es weiter.
In der Kleiststr. begleitet mich Helmut und muntert mich ein bisschen auf. In der Potsdamer Str. ran an den Erfrischungspunkt und jetzt muss ich erst mal ein Stück gehen. Eigentlich gehen alle. Laufe wieder langsam an. Str. Unter den Linden ist erreicht. Jetzt genieße ich den Beifall der Zuschauer. Das Brandenburger Tor ist in Sicht. Moni winkt mir noch mal zu. Schön. Die letzten Meter gehe ich ins Ziel und drehe dabei noch ein Filmchen.
Bin zufrieden und glücklich im Ziel, natürlich auch sehr kaputt.

Danke, Willi Heepe
Der 36. real,- BERLIN-MARATHON ist Geschichte!
Der 103. Marathonlauf: mein langsamster Marathonlauf! Die Zeit ist egal, hauptsache gesund im Ziel!
Auf dem Rasen erst mal entspannen. Dieter Stahl bringt mir ein Erdinger Bier vorbei. Herrlich! Danke, Dieter.
Den Abend dann ruhig beim Italiener - Marathonnachlese - ausklingen lassen.
Statistik:Die Strecke war zu lang
Hier der Beweis:http://connect.garmin.com/activity/13658241Meine Nettozeit ist durch eine "Pullerpause" geringer

Im Ruhezustand stoppt die Uhr
Herzfrequenz:
Ø HF: 122 bpm
Max. HF: 160 bpm
Zielfilmhttp://mysports.tv/default2.asp?e=BM09M ... oom%20leftErgebnisse 36. real,- BERLIN-MARATHON 2009Name Hübner, Bernd (GER)
Startnummer 201
Klasse M60
Verein LT Bernd Hübner
Split Zeit
5 km 00:30:38
10 km 01:01:39
15 km 01:33:56
20 km 02:06:41
Halb 02:13:46
25 km 02:40:38
30 km 03:14:55
35 km 03:52:03
40 km 04:30:13
Gesamt
Platz (M/W) 23078
Platz (AK) 490
Platz (Gesamt) 27770
Zielzeit (Brutto) 04:57:05
Zielzeit (Netto) 04:46:43