Ja, das war ein großer Spaß.
Über die eigenartige km-Ausschilderung, die Streckenführung und die Streckenlänge wurde ja schon berichtet.
Aber über die ersten Erfahrungen als Pace-Maker habe ich noch nichts lesen können.
Frank und Rainer sowie Jochen waren Pace-Maker auf der Halbmarthon-Distanz. Brigitte und ich haben den Job beim 10km-Lauf gemacht. Wahrscheinlich gab es noch mehr Zeitmaschinen, aber die habe ich nicht getroffen.
Viele Teilnehmer (hauptsächlich Männer) waren doch wirklich der Meinung, dass man als Pace-Maker alles - wirklich alles - über die Veranstaltung wissen müsste.
Mir wurden nicht nur Fragen zum Streckenverlauf, den ich auch nicht vorher kannte, sondern auch zum Auf- und Abbau der Start-, Zielzone und noch nach viel mehr ganz wichtigem Zeug gestellt

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Die lustigen Fragen wollten auch bis kurz nach dem Start nicht aufhören.
Ich hatte ja nun die Aufgabe gaaanz langsam zu laufen.
Ich habe die ersten 800m, also bis zum "KM 1"-Schild gebraucht, um die richtige Geschwindigkeit zu finden.
Nach ca. 1,2km hat mich jemand überholt und darauf aufmerksam gemacht, dass ich wohl den besten Job des Tages hätte. Ich bin als einziger Kerl in einer recht großen Truppe mit vielen Ladys gelaufen.
Jo, das war wirklich angenehm

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In die Gespräche der Ladys habe ich mich nicht eingemischt, weil ich denen nicht die Puste klauen wollte.
Ich habe das Tempo genutzt und mir viele Eindrücke von der Flughafenbaustelle machen können.
Nach ca. 3,5km kamen mir auch schon die ersten entgegen. Ich liebe Pendelstrecken

Da kann man die starken Leistungen der Spitzenläufer so richtig bewundern. Die Ladys um mich herum haben die erste Frau richtig herzlich beklatscht und angefeuert. Kurz hinter der ersten Frau waren dann auch schon Nicole und Sabine. Sensationell

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Bis zum Wasserstand am Wendepunkt habe ich versucht, die Ladys aus der Gruppe etwas schneller zu ziehen, damit genug Zeit für ein Becher Wasser ist.
Nach dem Wendepunkt konnten nicht mehr alle dem Tempo folgen und die Gruppe wurde etwas kleiner.
Nach ca. 7,5km wurden wir vom Flughafengelände runter geleitet und es ging auf einem Sandweg mit etwas Schatten und leichter Steigung weiter. Am Ende der Steigung war für die 10km Läufer ein zweiter Wasserstand aufgebaut.
Nach der Erfrischung und der kleiner Steigung ging es weiter.
Weil ich ja nun die Aufgabe hatte, nach 1 Stunde und 10 Minuten im Ziel zu sein, konnte ich auf keinen warten und bin die letzten 2km ziemlich alleine gelaufen. Die ambitionierten Ladys konnten leider nicht weiter dran bleiben. Dafür konnte ich noch ein paar Kämpfer motivieren, weiter zu laufen. Immerhin war das Ziel schon zum Greifen nah. Die Eine oder der Andere haben sogar noch einen kleinen Endspurt geschafft.

Nach nur 1:09:02 war ich dann alleine im Ziel

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Im Start- und Zielbereich ist mir aufgefallen, dass die schweren Baumaschinen ausgestellt und etwas beschrieben waren. Zusätzlich wurde noch Baggerfahren für Kinder angeboten. Obwohl ich von diesem Angebot kein Gebrauch gemacht habe, fand ich das eine tolle Sache und hat das Baustellen-Flair abgerundet.
Die Organisation war gut und ich hatte Spaß bei meinem "Job". Es war ein gaaanz lockerer Trainingslauf. Ich bin mal nicht an mein Limit gegangen. Wenn mal wieder ein Pace-Maker für eine ruhige Zielzeit benötigt wird, wäre ich wieder dabei.

Mein Fazit Pace-Maker laufen am Ende einsam.
Grüße von
Tobias
P.S.: Aber bei den Grand10 will ich mal wieder richtig Gas geben, vielleicht reicht es dann auch wieder für eine neue PB.