Re: GöteborgsVarvet 21.05.2011
von Kartenzwerg » 31.05.2011, 22:03
Nachdem ich nun wieder aus dem schwedischen Fjäll zurück bin, kommt nun endlich ein kleiner Bericht vom Halbmarathon in Göteborg.
Da Simone in Guatemala Freunde aus Göteborg kennen gelernt hat, war klar, dass wir irgendwann mal zum größten Halbmarathon Europas müssen. Der Plan wurde auch umgehend in die Tat umgesetzt.
Ungewöhnlich war unsere Startzeit um 16 Uhr nachmittags. Während wir Richtung Start gingen, liefen auf der Großbildleinwand die Bilder von der Siegerehrung. Als wir dann auf der Strecke waren, wurde auch schnell klar, warum in 20 Startblöcken gestartet wurde. Zeitweise war die Strecke so eng, dass es zu regelrechten Staus kam. Die Strecke verlief durch Parks, entlang des Wassers und durch die Innenstadt und war mit einigen kleinen Anstiegen "gewürzt". Unterwegs traf man Delfine, verschieden Akkordeon-Orchester, an jeder Versorgungsstation lief man durch den Matsch der Pappbecher und ja, es gab auch hin und wieder Zuschauer. Leider war es die meiste Zeit entlang der Strecke recht ruhig - da bringt Berlin doch wesentlich mehr Stimmung. Acuh im Läuferfeld war es recht still, eigentlich eher die Stimmung beim Marathon bei km 35, wo viele schon leiden. Anscheinend wurde hier von Beginn an gelitten... Na, dann muss man eben selber Stimmung machen!
Nach dem Helgoland-Marathon eine Woche zuvor, wollte ich den Lauf ganz ruhig angehen und einfach Spaß haben. Ausserdem wollten wir seit langem mal wieder gemeinsam laufen. Es war ja "mein" kühles Wetter, so dass ich gut drauf war. Also ging es im Genießer-Tempo ging es auch los. Nach den ersten Kilometern war schnell klar, dass die Beine gut liefen und so erhöhten wir langsam das Tempo. Versorgung war top, es gab alle zwei Kilometer Wasser und Iso, so dass wir auch mal die eine oder andere Station ausließen. Zudem blieb immernoch genug Luft zum Fotografieren und Quatschen... Irgendwann hatten wir sogar den leisen Verdacht, dass wir die 2:10 Std. noch knacken könnten. Die Beine waren immer noch gut, also wurde das Tempo jett sogar nochmal forciert. Allerdings hatten wir nich mit den fiesen zwei Anstiegen zum Schluss gerechnet, die nochmal etwas Zeit gekostet hatten. Aber schon war km 20 erreicht, wo unser einziger schwedische Fan entlang der Strecke wartete und uns nochmal kräftig anfeuerte. Die letzte Kehre war erreicht und es ging ins Stadion. Nach einer halben Runde dort war mit tollen 2:11 Std. Schluss. Es gab eine schöne Medaille, die bereits ihren Ehrenplatz erhalten hat und Kaffee und Kekse. Danach ging es aufgrund des kühlen Wetters schnell zum Kleiderbeutel. Abends waren wurde dann mi Pizza und Bier auf einer schwedischen Geburtstagsparty gefeiert.
Unser Fazit: eine schöne Strecke durch eine schöne Stadt mit leider etwas verhaltener Stimmung.
Wichtig ist aufm Platz.