Hallo Edeltraud,
auch, wenn es nicht wirklich in diesen Faden passt: Der Biosphären-HM ist keiner für Bestzeiten, es geht über mind. 17 Spreewaldbrückchen rauf und runter, die Wege sind in der Tat recht schmal, und besonders ätzend ist ein ca. 6 km langer Betonplattenweg, der zudem noch in völlig freier Landschaft unter brütender Sonne liegt, ohne einen Hauch von Schatten (ca. km12 bis km18). Der Rest der Landschaft ist recht hübsch, und bis 2008 hab ich auch immer von der Verpflegung geschwärmt, die sich aber auf relativ wenige Stellen beschränkt - im Gegensatz zu Burg, wo ca. alle 2 km ein Stand ist. Nun gut, Ansichtssache, und bei einem HM muss man auch nix essen. Und wenn man weiß, dass der Lübbenauer nicht PB-tauglich ist und sich darauf einstellt......
ABER, und du hattest nach dem "was ist schiefgelaufen" gefragt:
2008 ist mein Mann seinen ersten HM gelaufen, in Lübbenau, ich war praktisch sein Support. Im wahrsten Sinne, denn etwa auf der Hälfte der Strecke zog er seine lange Hose aus und lief danach viel besser (Männer müssen ja immer erst ihre eigenen Erfahrungen machen, wenn man sagt, das wird zu warm, glauben sie einem noch lange nicht

). Als gute Ehefrau hab ich mir seine Hose um die Hüften gebunden und damit meine Startnummer verdeckt.
Ergebnis war, dass ich garnicht in der Ergebnisliste auftauchte (trotz Chip am Schuh!), und die Läuferin, die auf einem Zieleinlauffoto HINTER meinem Mann lief, VOR ihm in der Liste steht. Freunde von uns standen im Ziel und haben Fotos gemacht, auch welche mit der offiziellen Zieluhr und meinem Mann direkt darunter. Und trotzdem steht er in der Liste mit ca. 20 Sekunden mehr. Und das bei nur Bruttowertung! Auf anderen Fotos von unseren Freunden sieht man, wie in Höhe der Zielmessmatten Leute stehen mit Block in der Hand, andere krauchen am Boden rum und machen da an der Technik rum.....
Für uns war klar: Die Transponder-Zeitmessung muss ausgestiegen sein, und man hat manuell die Läufer erfasst, mich natürlich nicht, weil ich Uwes Hose über der Nummer hatte, und irgendwie den Leuten halbwegs irgendwelche Zeiten zugeteilt.
Das kann alles vorkommen, wenn ich dann aber Mails mit den entsprechenden Fotos an den Veranstalter schicke und niemals irgendeine Reaktion kommt, geschweige denn ein: Sorry, tut uns leid, hier habt ihr eure Transpondergebühr zurück.... Dann kann man schon sauer werden. Und wenn man dann auf der nächsten Marathonmesse den Spreewaldmarathon-Veranstalter fragt, was denn da schief gelaufen ist, und man hört nur ein: Ach, das hören wir heute aber zum ersten Mal... nein, wir hatten keine Probleme.... dann, ja dann macht man diesen eigentlich ganz schönen Landschaftslauf eben nicht mehr.
Auf dem Torgauer Teichelauf war übrigens genau die Zeitmessfirma, die den nächsten Burger Marathon misst, und die hat uns versprochen, dass nächstes Jahr Brutto-Netto-Messung erfolgen wird, also kein Stress beim Start.
